Brandschutzbeschichtung F60 / R60 für Stahlbauteile
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 werden eingesetzt, wenn tragende Stahlbauteile im Brandfall ihre Tragfähigkeit für mindestens 60 Minuten aufrechterhalten müssen. Sie zählen zu den hochfeuerhemmenden Brandschutzmaßnahmen und bilden in vielen Bauvorhaben die Verbindung zwischen feuerhemmenden Konstruktionen der Klasse F30 / R30 und feuerbeständigen Konstruktionen der Klasse F90 / R90.
Typische Einsatzbereiche finden sich in Sonderbauten, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden sowie bei Stahltragwerken, für die aufgrund der Gebäudenutzung oder des Brandschutzkonzeptes erhöhte Anforderungen an den Feuerwiderstand bestehen. Durch den Einsatz moderner Dämmschichtbildner lässt sich die Erwärmung von Stahlträgern und Stahlstützen gezielt verzögern, sodass die Tragfähigkeit der Konstruktion über die geforderte Feuerwiderstandsdauer erhalten bleibt.
Im Vergleich zu Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 sind bei hochfeuerhemmenden Konstruktionen größere Schichtdicken erforderlich. Gleichzeitig fallen die Anforderungen an Materialeinsatz und Ausführung in der Regel geringer aus als bei feuerbeständigen Brandschutzbeschichtungen F90 / R90. Dadurch stellt die Feuerwiderstandsklasse F60 / R60 für viele Bauvorhaben einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Schutzwirkung und Wirtschaftlichkeit dar.
Als erfahrener Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen unterstützen wir Bauherren, Planer, Stahlbauer und Generalunternehmer bei der Planung, Schichtdickenermittlung und fachgerechten Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60. Von der ersten Beratung bis zur abschließenden Qualitätskontrolle erhalten Sie bei Zelenka Brandschutztechnik alle Leistungen aus einer Hand.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet F30 bzw. R30 bei Brandschutzbeschichtungen?
- Bundesweite Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30
- Typische Einsatzbereiche von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30
- Schichtdicken und Anforderungen bei F30 / R30
- Vorteile einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30
- Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30
- Warum Zelenka Brandschutztechnik?
- FAQ | Fragen und Antworten

Was bedeutet F60 bzw. R60 bei Brandschutzbeschichtungen?
Brandschutzbeschichtungen F60 bzw. R60 dienen dem Schutz tragender Stahlbauteile vor einer unzulässigen Erwärmung im Brandfall. Sie sorgen dafür, dass Stahlträger, Stahlstützen und andere tragende Stahlkonstruktionen ihre Tragfähigkeit für mindestens 60 Minuten aufrechterhalten können. Damit gehören sie zu den hochfeuerhemmenden Brandschutzmaßnahmen und kommen überall dort zum Einsatz, wo höhere Anforderungen bestehen als bei feuerhemmenden Konstruktionen der Klasse F30 / R30, ohne dass eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten erforderlich ist.
Moderne Brandschutzbeschichtungen, auch Brandschutzanstriche oder Brandschutzfarben genannt, bilden im Brandfall eine wärmedämmende Schutzschicht, die den Wärmeeintrag in das Stahlbauteil reduziert und das Erreichen kritischer Temperaturen verzögert.
nterschied zwischen F60 und R60
Die Bezeichnungen F60 und R60 beschreiben dieselbe Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten, beruhen jedoch auf unterschiedlichen Klassifizierungssystemen.
Die Bezeichnung F60 stammt aus den früheren nationalen Regelwerken und wird auch heute noch häufig von Bauherren, Planern und ausführenden Unternehmen verwendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist daher oft von einer Brandschutzbeschichtung F60 oder einem Brandschutzanstrich F60 die Rede.
Die heute gültige europäische Klassifizierung erfolgt nach DIN EN 13501. Für tragende Stahlbauteile wird dabei die Feuerwiderstandsklasse R60 verwendet. Der Buchstabe „R“ steht für die Tragfähigkeit (Resistance) eines Bauteils im Brandfall. Eine Brandschutzbeschichtung R60 stellt somit sicher, dass ein Stahlbauteil seine tragende Funktion für mindestens 60 Minuten aufrechterhalten kann.
In der Praxis werden die Begriffe F60 und R60 häufig synonym verwendet. Fachlich korrekt ist für tragende Stahlkonstruktionen jedoch die europäische Klassifizierung R60.
Welche Anforderungen erfüllt eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60?
Die Aufgabe einer Brandschutzbeschichtung F60 / R60 besteht darin, die Erwärmung tragender Stahlbauteile so weit zu verzögern, dass die Tragfähigkeit der Konstruktion während eines Brandes für mindestens 60 Minuten erhalten bleibt. Ungeschützter Stahl verliert bei hohen Temperaturen einen erheblichen Teil seiner Festigkeit und kann seine tragende Funktion nicht mehr erfüllen.
Durch die aufschäumende Wirkung des Dämmschichtbildners entsteht eine isolierende Schutzschicht, die den Wärmeeintrag in das Stahlbauteil reduziert. Dadurch wird das Erreichen der kritischen Stahltemperatur verzögert und die Standsicherheit der Konstruktion über den geforderten Zeitraum gewährleistet.
Eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 erfüllt insbesondere folgende Anforderungen:
- Erhalt der Tragfähigkeit tragender Stahlbauteile im Brandfall
- Feuerwiderstand von mindestens 60 Minuten
- Schutz vor einer kritischen Erwärmung der Stahlkonstruktion
- Erfüllung der Anforderungen an hochfeuerhemmende Konstruktionen
Die erforderliche Schichtdicke hängt dabei unter anderem vom Profilfaktor (U/A-Wert), der kritischen Stahltemperatur, der Einbausituation sowie dem verwendeten Beschichtungssystem ab und muss für jedes Stahlbauteil individuell ermittelt werden.
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 für anspruchsvolle Bauvorhaben
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 werden häufig in Bauvorhaben eingesetzt, bei denen erhöhte Anforderungen an den Feuerwiderstand tragender Stahlkonstruktionen bestehen. Im Vergleich zu feuerhemmenden Konstruktionen der Klasse F30 / R30 sind größere Schichtdicken und eine sorgfältigere Planung erforderlich. Gleichzeitig stellen hochfeuerhemmende Brandschutzbeschichtungen oftmals eine wirtschaftliche Alternative zu feuerbeständigen Systemen der Klasse F90 / R90 dar.
Als spezialisierter Fachbetrieb begleiten wir unsere Kunden von der ersten Ausschreibung bis zur fertigen Ausführung. Dabei unterstützen wir Bauherren, Architekten, Fachplaner, Stahlbauer und Generalunternehmer bei der Auswahl geeigneter Brandschutzsysteme sowie bei der wirtschaftlichen Umsetzung anspruchsvoller Brandschutzkonzepte.
Unterstützung bei Planung und Ausschreibung
Bereits in der Planungsphase werden wichtige Entscheidungen getroffen, die sich unmittelbar auf die Ausführungskosten und die spätere Funktion der Brandschutzbeschichtung auswirken. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Auswahl geeigneter Brandschutzanstriche F60 / R60, prüfen Ausschreibungsunterlagen und beraten bei der Wahl wirtschaftlicher Beschichtungssysteme.
Durch unsere langjährige Erfahrung können wir bereits frühzeitig erkennen, welche Brandschutzfarbe für die jeweilige Stahlkonstruktion geeignet ist und welche Anforderungen hinsichtlich Profilfaktor, Feuerwiderstandsdauer und Schichtdicke berücksichtigt werden müssen. Dies schafft Planungssicherheit und hilft, spätere Mehrkosten zu vermeiden.
Verarbeitung durch zertifizierte Fachkräfte
Die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen erfordert Erfahrung, Fachwissen und die richtige Gerätetechnik. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig durch verschiedene Hersteller von Brandschutzfarben und Dämmschichtbildnern geschult und verfügen über langjährige Erfahrung bei der Ausführung anspruchsvoller Beschichtungsprojekte.
Mit modernen Airless-Anlagen und professioneller Messtechnik verarbeiten wir sowohl klassische Brandschutzanstriche als auch leistungsstarke Beschichtungssysteme für hochfeuerhemmende Stahlkonstruktionen. Dabei achten wir nicht nur auf die Einhaltung der geforderten Schichtdicken, sondern auch auf eine hochwertige Oberflächenqualität und eine wirtschaftliche Ausführung.
Schichtdickenberechnung und Dokumentation
Die erforderliche Schichtdicke einer Brandschutzbeschichtung F60 / R60 hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben dem Profilfaktor (U/A-Wert) spielen die kritische Stahltemperatur, die Einbausituation sowie das verwendete Beschichtungssystem eine entscheidende Rolle.
Auf Grundlage von Stahllisten und Werkstattzeichnungen ermitteln wir die relevanten U/A-Werte und berechnen die erforderlichen Schichtdicken für die jeweiligen Stahlbauteile. Anschließend dokumentieren wir die Ausführung durch regelmäßige Schichtdickenmessungen und eine nachvollziehbare Projektdokumentation. So erhalten unsere Kunden die Sicherheit, dass die eingesetzte Brandschutzbeschichtung nicht nur die geforderte Feuerwiderstandsklasse F60 / R60 erreicht, sondern auch wirtschaftlich und normgerecht ausgeführt wurde.
Typische Einsatzbereiche von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60
randschutzbeschichtungen F60 / R60 kommen überall dort zum Einsatz, wo tragende Stahlbauteile eine Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten erreichen müssen. Sie werden insbesondere bei Bauvorhaben eingesetzt, deren Anforderungen über die einer feuerhemmenden Konstruktion hinausgehen, bei denen jedoch keine feuerbeständige Ausführung mit 90 Minuten Feuerwiderstand erforderlich ist. Damit bilden hochfeuerhemmende Brandschutzbeschichtungen häufig die ideale Lösung für Bauwerke mit erhöhten Anforderungen an die Sicherheit und den vorbeugenden Brandschutz.
Sonderbauten mit hochfeuerhemmenden Anforderungen
Ein typischer Einsatzbereich von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 sind Sonderbauten mit erhöhten brandschutztechnischen Anforderungen. Hierzu zählen beispielsweise größere Verkaufsstätten, Verwaltungsgebäude, Beherbergungsstätten oder bestimmte Nutzungsbereiche innerhalb komplexer Gebäudestrukturen.
In diesen Gebäuden müssen tragende Stahlbauteile häufig über einen längeren Zeitraum standsicher bleiben, um eine sichere Evakuierung und wirksame Brandbekämpfung zu ermöglichen. Hochfeuerhemmende Brandschutzbeschichtungen schaffen hierfür die erforderlichen Voraussetzungen und ermöglichen gleichzeitig den Erhalt sichtbarer Stahlkonstruktionen.
Gewerbe- und Verwaltungsgebäude
Auch in Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden kommen Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 regelmäßig zum Einsatz. Moderne Gebäude werden häufig mit offenen Grundrissen und sichtbaren Stahltragwerken geplant. Um die Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept zu erfüllen, müssen diese Konstruktionen oftmals hochfeuerhemmend geschützt werden.
Brandschutzbeschichtungen bieten dabei den Vorteil, dass die charakteristische Optik der Stahlkonstruktion erhalten bleibt und gleichzeitig die geforderte Feuerwiderstandsdauer erreicht wird. Dadurch eignen sie sich besonders für repräsentative Eingangsbereiche, Bürogebäude und moderne Gewerbeimmobilien.
Stahltragwerke in Bestandsgebäuden
Bei Umbauten, Nutzungsänderungen oder Sanierungsmaßnahmen müssen bestehende Stahlkonstruktionen häufig an aktuelle Brandschutzanforderungen angepasst werden. Insbesondere in Bestandsgebäuden können Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 eine wirtschaftliche Möglichkeit darstellen, den erforderlichen Feuerwiderstand nachträglich herzustellen.
Da die Beschichtung direkt auf die vorhandenen Stahlbauteile aufgebracht wird, sind oftmals keine aufwendigen Bekleidungen oder konstruktiven Änderungen erforderlich. Dies macht hochfeuerhemmende Brandschutzbeschichtungen besonders interessant für Sanierungs- und Modernisierungsprojekte.
Tragende Bauteile mit erhöhtem Sicherheitsbedarf
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 werden zudem bei tragenden Stahlbauteilen eingesetzt, an die aufgrund ihrer Funktion oder ihrer Lage im Gebäude erhöhte Anforderungen gestellt werden. Hierzu zählen beispielsweise Haupttragwerke, Stützenreihen, tragende Rahmenkonstruktionen oder sicherheitsrelevante Stahlbauteile innerhalb komplexer Gebäudestrukturen.
Durch die Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten wird die Tragfähigkeit der Konstruktion über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten als bei feuerhemmenden Lösungen. Gleichzeitig bleibt der Aufwand häufig geringer als bei feuerbeständigen F90-Konstruktionen. Damit stellen Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 für viele Bauvorhaben eine technisch und wirtschaftlich ausgewogene Lösung dar.
Schichtdicken und Anforderungen bei F60 / R60
Die erforderliche Schichtdicke einer Brandschutzbeschichtung F60 / R60 hängt von verschiedenen technischen Parametern ab und muss für jedes Stahlbauteil individuell ermittelt werden. Im Vergleich zu einer feuerhemmenden Brandschutzbeschichtung F30 / R30 sind größere Schichtdicken erforderlich, da die Stahlkonstruktion im Brandfall doppelt so lange vor einer kritischen Erwärmung geschützt werden muss. Gleichzeitig fallen die Anforderungen in der Regel geringer aus als bei feuerbeständigen Brandschutzbeschichtungen F90 / R90.
Für die Bemessung eines Brandschutzanstrichs F60 / R60 werden unter anderem der Profilfaktor (U/A-Wert), die kritische Stahltemperatur, die Einbausituation sowie die Eigenschaften der verwendeten Brandschutzfarbe berücksichtigt.
Höhere Schutzwirkung als F30
Während Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 die Tragfähigkeit einer Stahlkonstruktion für mindestens 30 Minuten erhalten müssen, wird bei hochfeuerhemmenden Brandschutzbeschichtungen eine Schutzdauer von 60 Minuten gefordert. Um diese zusätzliche Widerstandsdauer zu erreichen, sind in der Regel größere Schichtdicken des Dämmschichtbildners erforderlich.
Dadurch steigen sowohl die Materialmenge als auch die Anforderungen an die Verarbeitung. Gleichzeitig bietet eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 einen deutlich höheren Schutz für tragende Stahlbauteile und stellt in vielen Bauvorhaben einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Sicherheitsniveau dar.
Einfluss von U/A-Wert und Stahltemperatur
Die erforderliche Schichtdicke einer Brandschutzfarbe F60 / R60 wird maßgeblich durch den Profilfaktor (U/A-Wert) und die kritische Stahltemperatur beeinflusst.
Der U/A-Wert beschreibt das Verhältnis zwischen der brandbeanspruchten Oberfläche eines Stahlprofils und seiner Querschnittsfläche. Je höher dieser Wert ausfällt, desto schneller erwärmt sich das Bauteil im Brandfall und desto größer muss die Schichtdicke des Brandschutzanstrichs gewählt werden.
Zusätzlich spielt die kritische Stahltemperatur eine wichtige Rolle. Sie beschreibt die Temperatur, bei der das Stahlbauteil seine erforderliche Tragfähigkeit verliert. Für viele Standardanwendungen wird in Deutschland eine kritische Temperatur von 500 °C zugrunde gelegt. Niedrigere zulässige Stahltemperaturen führen dabei zu höheren Anforderungen an die Brandschutzbeschichtung.
Typische Schichtdicken bei F60-Beschichtungen
Die erforderlichen Schichtdicken von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 können je nach Stahlprofil, U/A-Wert, kritischer Stahltemperatur und verwendetem Beschichtungssystem erheblich variieren.
Bei günstigen Randbedingungen und massiven Stahlprofilen sind häufig bereits Schichtdicken von etwa 400 µm ausreichend. Schlanke Stahlprofile mit hohen Profilfaktoren oder ungünstigen Einbausituationen können hingegen deutlich höhere Schichtdicken erfordern.
In der Praxis bewegen sich Brandschutzanstriche F60 / R60 häufig in einem Bereich zwischen etwa 400 µm und 3.000 µm Trockenschichtdicke. Die genaue Bemessung erfolgt dabei immer auf Grundlage der technischen Nachweise und Herstellerangaben des jeweiligen Systems.
Da die erforderliche Schichtdicke einen erheblichen Einfluss auf die Materialkosten und den Verarbeitungsaufwand hat, empfiehlt sich bereits in der Planungsphase eine sorgfältige Ermittlung der Profilfaktoren und die Auswahl einer wirtschaftlichen Brandschutzfarbe. Auf diese Weise lassen sich die Anforderungen an den Feuerwiderstand zuverlässig erfüllen und gleichzeitig unnötige Kosten vermeiden.
Wirtschaftlichkeit von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60
Bei der Planung von Brandschutzmaßnahmen spielt nicht nur die geforderte Feuerwiderstandsdauer eine Rolle, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der gewählten Lösung. Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 nehmen hierbei eine besondere Stellung ein. Sie bieten einen deutlich höheren Schutz als feuerhemmende Konstruktionen der Klasse F30 / R30, verursachen jedoch in der Regel geringere Material- und Verarbeitungskosten als feuerbeständige Brandschutzbeschichtungen F90 / R90.
Gerade bei Projekten mit hochfeuerhemmenden Anforderungen stellen Brandschutzanstriche F60 / R60 daher häufig eine technisch und wirtschaftlich ausgewogene Lösung dar.
Weniger Material als bei F90
Im Vergleich zu Brandschutzbeschichtungen F90 / R90 sind bei einer Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten oftmals deutlich geringere Schichtdicken erforderlich. Dies reduziert nicht nur den Materialverbrauch, sondern verkürzt häufig auch die Verarbeitungs- und Trocknungszeiten.
Für Bauherren, Generalunternehmer und Stahlbauer bedeutet dies in vielen Fällen niedrigere Projektkosten bei gleichzeitig hoher Schutzwirkung. Insbesondere bei größeren Stahlkonstruktionen können sich die Unterschiede bei Materialmenge und Arbeitsaufwand deutlich bemerkbar machen.
Höherer Schutz als F30
Gegenüber einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30 bietet ein Brandschutzanstrich F60 / R60 eine deutlich längere Schutzdauer im Brandfall. Dadurch bleibt den Einsatzkräften mehr Zeit für Rettungs- und Löschmaßnahmen und die Tragfähigkeit der Stahlkonstruktion wird über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.
In vielen Sonderbauten, Verwaltungsgebäuden oder sicherheitsrelevanten Gebäudebereichen sind die Anforderungen an den Feuerwiderstand höher als bei klassischen Industrie- oder Gewerbebauten. Hier stellt die Feuerwiderstandsklasse F60 / R60 häufig den erforderlichen Kompromiss zwischen Sicherheitsniveau und Wirtschaftlichkeit dar.
Die richtige Lösung für hochfeuerhemmende Konstruktionen
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 werden überall dort eingesetzt, wo feuerhemmende Lösungen nicht mehr ausreichen, eine feuerbeständige Ausführung jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Sie schließen damit die Lücke zwischen F30- und F90-Konstruktionen und ermöglichen eine wirtschaftliche Umsetzung hochfeuerhemmender Tragwerke.
Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist dabei nicht nur die Wahl der Feuerwiderstandsklasse, sondern auch die Auswahl des richtigen Beschichtungssystems. Je nach Stahlprofil, U/A-Wert und Hersteller können die erforderlichen Schichtdicken erheblich variieren. Durch eine sorgfältige Planung und die Auswahl leistungsfähiger Brandschutzfarben lassen sich Materialverbrauch und Verarbeitungskosten oftmals deutlich reduzieren.
Aus diesem Grund unterstützen wir unsere Kunden bereits in der Planungsphase bei der Auswahl des wirtschaftlichsten Systems und der Ermittlung der erforderlichen Schichtdicken. So entsteht eine Brandschutzlösung, die sowohl den technischen Anforderungen als auch den wirtschaftlichen Zielen des Projekts gerecht wird.
Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60
Die fachgerechte Ausführung einer Brandschutzbeschichtung F60 / R60 ist entscheidend für die spätere Schutzwirkung der Stahlkonstruktion. Neben der Auswahl des geeigneten Beschichtungssystems spielen die richtige Verarbeitungstechnik, die Einhaltung der geforderten Schichtdicken sowie eine sorgfältige Qualitätskontrolle eine wichtige Rolle. Als spezialisierter Fachbetrieb unterstützen wir unsere Kunden von der Planung bis zur abschließenden Dokumentation der Beschichtungsarbeiten.
Werksbeschichtung oder Baustellenbeschichtung
Grundsätzlich können Brandschutzanstriche F60 / R60 sowohl im Werk als auch direkt auf der Baustelle ausgeführt werden. Welche Variante sinnvoller ist, hängt von den Projektanforderungen, den Transportbedingungen und dem Bauablauf ab.
In vielen Projekten hat sich eine Kombination aus beiden Verfahren bewährt. Dabei werden Grundierungen oder Korrosionsschutzbeschichtungen bereits im Werk aufgebracht, während die eigentliche Brandschutzbeschichtung nach der Montage der Stahlkonstruktion auf der Baustelle erfolgt. Auf diese Weise lassen sich Beschädigungen während des Transports vermeiden und Anschlussbereiche vollständig beschichten.
Moderne Airless-Technik
Für die Verarbeitung moderner Brandschutzfarben F60 / R60 setzen wir leistungsstarke Airless-Anlagen ein. Diese ermöglichen eine gleichmäßige Applikation der erforderlichen Schichtdicken und sorgen für eine wirtschaftliche Verarbeitung auch größerer Stahlkonstruktionen.
Durch die richtige Abstimmung von Gerätetechnik, Arbeitsdruck und Düsengröße können hochwertige Oberflächen erzielt und die Vorgaben des jeweiligen Beschichtungssystems zuverlässig eingehalten werden.
Qualitätskontrolle und Schichtdickenmessung
Damit eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 ihre Schutzwirkung im Brandfall erfüllt, müssen die vorgegebenen Schichtdicken exakt eingehalten werden. Deshalb kontrollieren wir die Ausführung regelmäßig mit geeigneten Messgeräten und dokumentieren die erreichten Werte nachvollziehbar.
Die Schichtdickenmessung bildet eine wichtige Grundlage für die Qualitätssicherung und schafft Sicherheit für Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen. So stellen wir sicher, dass die Brandschutzbeschichtung die geforderte Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten zuverlässig erreicht.
Warum Zelenka Brandschutztechnik?
Die Ausführung von Brandschutzbeschichtungen erfordert weit mehr als das Aufbringen einer Brandschutzfarbe auf ein Stahlbauteil. Entscheidend sind eine fachgerechte Planung, die richtige Systemauswahl, erfahrene Mitarbeiter sowie eine hochwertige Ausführung auf der Baustelle. Als spezialisierter Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen unterstützen wir unsere Kunden von der ersten Beratung bis zur abschließenden Dokumentation und setzen Projekte unterschiedlichster Größenordnungen in Berlin, Brandenburg und im gesamten Bundesgebiet um.
Erfahrung aus Hochbau und Industrie
Unsere Erfahrung reicht vom klassischen Hochbau bis hin zu anspruchsvollen Industrieprojekten. Neben Büro- und Verwaltungsgebäuden, Gewerbebauten und Sonderbauten haben wir zahlreiche Brandschutzbeschichtungen an Stahlkonstruktionen in industriellen Anlagen ausgeführt.
Dabei profitieren unsere Kunden von unserem umfassenden Wissen über Brandschutzbeschichtungen, Korrosionsschutzsysteme und die besonderen Anforderungen unterschiedlicher Stahlkonstruktionen. Ob einzelne Stahlstützen im Bestand, historische Stahlbauteile oder komplexe Tragwerke im Industriebau – wir entwickeln die passende Lösung für jedes Projekt.
Eigene Fachkräfte und moderne Technik
Der überwiegende Teil unserer Projekte wird mit eigenen Mitarbeitern ausgeführt. Unsere Fachkräfte werden regelmäßig durch verschiedene Hersteller von Brandschutzbeschichtungen geschult und zertifiziert und verfügen über langjährige Erfahrung bei der Verarbeitung moderner Dämmschichtbildner.
Darüber hinaus besitzen viele unserer Mitarbeiter KOR-Scheine nach ZTV-ING und verfügen über fundierte Kenntnisse im Bereich des Korrosionsschutzes von Stahlbauteilen. Dadurch können wir nicht nur neue Konstruktionen beschichten, sondern auch bestehende Untergründe fachgerecht bewerten. Hierzu gehören beispielsweise Gitterschnittprüfungen, die Beurteilung vorhandener Beschichtungen sowie Flammproben zur Identifikation von Altbeschichtungen.
Für die Ausführung stehen uns moderne Airless-Anlagen, Schichtdickenmessgeräte und ein leistungsfähiger Maschinenpark zur Verfügung. So können wir sowohl kleinere Projekte als auch großflächige Stahlkonstruktionen effizient und in hoher Qualität bearbeiten.
Wirtschaftliche Systemauswahl
Nicht jede Brandschutzbeschichtung ist für jedes Projekt gleichermaßen geeignet. Je nach Stahlprofil, U/A-Wert und Feuerwiderstandsklasse können sich die erforderlichen Schichtdicken und damit auch die Projektkosten erheblich unterscheiden.
Deshalb analysieren wir bereits in der Planungsphase die technischen Rahmenbedingungen und vergleichen unterschiedliche Beschichtungssysteme. Unser Ziel ist es, die wirtschaftlichste Lösung für das jeweilige Bauvorhaben zu finden und gleichzeitig die geforderte Feuerwiderstandsdauer zuverlässig einzuhalten.
Unterstützung bei U/A-Wert und Schichtdickenermittlung
Eine fachgerechte Brandschutzbeschichtung beginnt mit einer präzisen Bemessung. Auf Grundlage von Stahllisten, Werkstattzeichnungen und Ausführungsplänen ermitteln wir die relevanten Profilfaktoren (U/A-Werte) und berechnen die erforderlichen Schichtdicken für die jeweiligen Stahlbauteile.
Durch unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten können wir bereits frühzeitig Optimierungspotenziale erkennen und unsere Kunden bei der Auswahl geeigneter Beschichtungssysteme unterstützen. Dadurch entstehen technisch sichere und wirtschaftliche Lösungen.
Bundesweite Ausführung
Von unserem Standort in Hennigsdorf bei Berlin aus realisieren wir Brandschutzbeschichtungen in Berlin, Brandenburg und im gesamten Bundesgebiet. Besonders im regionalen Umfeld profitieren unsere Kunden von kurzen Reaktionszeiten und unserem eigenen Maschinenpark.
Wir verfügen über mehrere Teleskoparbeitsbühnen und Hebetechnik für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Dadurch können wir flexibel auf Projektanforderungen reagieren und Beschichtungsarbeiten unabhängig von externen Mietgeräten durchführen. Ob einzelne Unterzüge, Stahlstützen oder großflächige Tragwerkskonstruktionen mit mehreren Arbeitsbühnen – wir verfügen über die personellen und technischen Ressourcen für eine professionelle Umsetzung.
Wenn es um die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen, Brandschutzanstrichen oder Brandschutzfarben für Stahlbauteile geht, sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner – von der ersten Beratung bis zur erfolgreichen Fertigstellung des Projekts.
FAQ | Fragen und Antworten
Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile werfen in der Praxis häufig Fragen zur Funktion, Ausführung und Feuerwiderstandsdauer auf. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Brandschutzbeschichtungen auf Stahlträgern, Stahlstützen und anderen tragenden Stahlkonstruktionen für Sie zusammengestellt.
Was ist der Unterschied zwischen F30 und F60?
Der Unterschied liegt in der Feuerwiderstandsdauer der geschützten Stahlkonstruktion. Eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 erhält die Tragfähigkeit eines Stahlbauteils für mindestens 30 Minuten, während eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 einen Feuerwiderstand von 60 Minuten gewährleistet. Um die längere Schutzdauer zu erreichen, sind bei F60-Beschichtungen in der Regel größere Schichtdicken erforderlich. Sie werden häufig bei hochfeuerhemmenden Konstruktionen eingesetzt, bei denen höhere Anforderungen an den baulichen Brandschutz bestehen.
Wann wird eine Brandschutzbeschichtung F60 benötigt?
Eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 wird eingesetzt, wenn tragende Stahlbauteile im Brandfall ihre Tragfähigkeit für mindestens 60 Minuten behalten müssen. Typische Anwendungsbereiche sind Sonderbauten, Verwaltungsgebäude, Gewerbebauten, Bestandsgebäude mit Nutzungsänderungen sowie Stahlkonstruktionen mit erhöhten Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept. Die konkrete Feuerwiderstandsklasse ergibt sich aus den bauordnungsrechtlichen Vorgaben und den Anforderungen des jeweiligen Projekts.
Wie dick ist eine Brandschutzbeschichtung F60?
Die erforderliche Schichtdicke hängt vom Profilfaktor (U/A-Wert), der kritischen Stahltemperatur, der Einbausituation und dem verwendeten Beschichtungssystem ab. Typische Brandschutzanstriche F60 / R60 bewegen sich häufig in einem Bereich zwischen etwa 400 µm und 3.000 µm Trockenschichtdicke. Eine pauschale Angabe ist jedoch nicht möglich, da jedes Stahlbauteil individuell bemessen werden muss.
Können Stahlstützen mit F60 beschichtet werden?
Ja. Stahlstützen gehören zu den häufigsten Anwendungsbereichen von Brandschutzbeschichtungen F60 / R60. Sowohl offene Profile wie HEA-, HEB- oder HEM-Stützen als auch geschlossene Profile wie Quadratrohre oder Rundrohre können mit geeigneten Brandschutzfarben ausgestattet werden. Die erforderliche Schichtdicke richtet sich dabei nach dem Profilfaktor, der Feuerwiderstandsklasse und den Anforderungen des jeweiligen Beschichtungssystems.
Ist eine F60-Beschichtung günstiger als F90?
In den meisten Fällen ja. Da für eine Brandschutzbeschichtung F60 / R60 geringere Schichtdicken erforderlich sind als für eine feuerbeständige Beschichtung F90 / R90, fallen sowohl der Materialverbrauch als auch der Verarbeitungsaufwand häufig niedriger aus. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Größe der Stahlkonstruktion, den Profilfaktoren, der Zugänglichkeit der Bauteile und dem gewählten Beschichtungssystem. Durch die Auswahl eines wirtschaftlichen Systems lassen sich die Projektkosten oftmals zusätzlich optimieren.
Sie haben noch weitere Fragen?
Wir melden uns kurzfristig bei Ihnen.














