Brandschutzbeschichtung Holz

Brandschutzbeschichtung von Holzbauteilen

Brandschutzbeschichtungen von Holzbauteilen reduzieren das Brandrisiko und beeinflussen nachhaltig und effizient das Brandverhalten. Holz ist ein natürlicher und beliebter Baustoff. Er ist ökologisch und bringt innerhalb eines Gebäudes einen ganz besonderen Charme mit sich. Brandschutzbeschichtungen für Holzbauteile fallen unter den Bereich vorbeugender baulicher Brandschutz. Dieser betrifft unter anderem die beim Bau benutzten Bauteile und Baustoffe. Bauliche Maßnahmen bei einem Gebäude müssen dementsprechend auf das Brandverhalten von Baustoffen und auf den Feuerwiderstand der Bauteile ausgerichtet sein. Die Verwendung von Holz als Baumaterial macht einen besonders wirksamen Schutz vor Bränden erforderlich, denn es hat gegenüber anderen Baustoffen wie z.B. Beton oder Stahl den Nachteil, dass es brennbar ist. Um den Brandschutz an Holzbauteilen zu gewährleisten, können Plattenverkleidungen oder Beschichtungssysteme eingesetzt werden. Verkleidungen in Form von Brandschutzplatten können die Entzündung eines Bauteils verzögern und/oder seine Feuerwiderstandsdauer erhöhen. Eine Brandschutzbeschichtung (bspw. Brandschutzfarbe) hingegen reduziert die Brennbarkeit des Baustoffes von "normal entflammbar" (B2) auf "schwer entflammbar" (B1).

Die Entflammbarkeit bzw. Brennbarkeit, also das Verhalten eines Baustoffes im Brandfall, ist eines der wichtigsten Merkmale, um Materialien wie Holz oder Stahl einzustufen. Unterschieden wird dabei zwischen vier verschiedenen Stufen:

  • leicht entflammbar (Baustoffklasse B3)
  • normal entflammbar (Baustoffklasse B2)
  • schwer entflammbar (Baustoffklasse B1)
  • nicht brennbar (Baustoffklasse A1 oder A2)

Nach DIN 4102-1 werden Holz und Holzwerkstoffe als leicht, normal oder schwer entflammbar eingestuft. Im Rahmen von Holzschutz wird daher nicht die Feuerwiderstandsdauer verlängert, sondern die Reduktion der Brennbarkeit des Baustoffes von normal zu schwer erreicht.
Wenn Ihnen also beispielsweise der Begriff “Brandschutz B1 Holz” über den Weg läuft, heißt das, dass die Entflammbarkeit von Holz als Schutzmaßnahme hier auf Stufe B1 erhöht wurde.

Brandschutzfarben für Holzbauteile sind in der Regel transparent und werden bei einigen Systemen mit einem zusätzlichen Schutzlack/Decklack überzogen. Holzbauteile können je nach Beschichtungssystem im Außen- und Innenbereich beschichtet werden. Die zu beschichtenden Holzbauteile sollten eine Dicke von mindestens 12 mm aufweisen. Das Aufbringen von Brandschutzbeschichtungen (Brandschutzfarben) erfolgt bei größeren Flächen im Airless-Spritzverfahren. Bei kleineren Flächen ist auch eine Beschichtung mittels Rolle und Pinsel möglich.

FAQ | Fragen und Antworten ...

Wer darf Brandschutzbeschichtungen für Holzbauteile ausführen?

Brandschutzbeschichtungen sollten von zertifizierten Unternehmen und Personen ausgeführt, die über ausreichend Erfahrung auf dem Gebiet verfügen. Da es sich um ein sicherheitstechnische Beschichtung handelt, sind Schichtdicken und Verarbeitungsbedingungen zu beachten. Anders als Brandschutzbeschichtungssysteme für Stahlbauteile regeln Prüfzeugnisse die Einstufung der entsprechenden Baustoffklasse.

Welche Farbtöne sind möglich?

Wir bieten Ihnen verschiedene Brandschutzbeschichtungssysteme für Holzbauteile in unterschiedlichen Farbtönen an. Für gewöhnlich kommen transparente Brandschutzbeschichtungen zum Einsatz. Durch den Einsatz von schützenden Überzugslacken sind Farbtöne in nahezu allen RAL- und NCS-Farbtönen möglich.

Wie werden Brandschutzbeschichtungen verarbeitet?

Brandschutzbeschichtungen für Holzbauteile haben nicht die gleiche Konsistenz wie Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile. Die Viskosität von Holzbeschichtungen ist honigartig Die Ausführung kann sowohl mittels Rolle und Pinsel als auch im Airless-Verfahren ausgeführt werden. Bei größeren Flächen hat sich eine Verarbeitung durch elektrische oder pneumatische Kolbenpumpen bewährt.