Brandschutz­türen

Brandschutztür Aluminium Schüco
Brandschutztüren

Alu | Stahl |Holz

Herstellung, Lieferung, Montage und Wartung von Brandschutztüren und Rauchschutztüren nach DIN 4102-5
(DIN 18095) und DIN EN 16034 (DIN EN 14351-1)

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Brandschutz­türen | Rauchschutz­türen

Brandschutztüren und Rauchschutztüren haben die Aufgabe einen Brandüberschlag und die Verbreitung von Rauchgasen in angrenzende Bereiche, sogenannte Brandabschnitte über einen gewissen Zeitraum zu verhindern um Menschenleben und Sachwerte zu schützen. Sie sind ein wichtiger Teil des vorbeugenden baulichen Brandschutzes und bestehen aus den Werkstoffen Stahl, Holz oder Aluminium. Brandschutztüren (Feuerschutztüren) werden fachlich als Feuerschutzabschlüsse bezeichnet. Feuerschutzabschlüsse sind streng genommen keine Rauchschutztüren. Brandschutztüren können jedoch neben brandschutztechnischen Eigenschafen auch Anforderungen an den Rauchschutz erfüllen. Neben brandschutztechnischen Eigenschaften werden an Brandschutztüren und Rauchschutztüren in der Regel zusätzliche Leistungseigenschaften wie z. B. Einbruchhemmung, Schallschutz, Barrierefreiheit gestellt. Auf diese Weise werden aus Brandschutztüren und Rauchschutztüren leistungsstarke und hochkomplexe Multifunktionstüren die in sämtlichen Gebäudebereichen zum Einsatz kommen.

Wir produzieren verglasten Rohrrahmenelemente der Marken Schüco, Wicona, Hueck, Forster, Jansen und bieten Ihnen in Zusammenarbeit mit Türherstellern wie z. B. Hörmann, Novoferm, Schörghuber, Neuform und vielen weiteren Anbietern ein riesiges Sortiment an möglichen zugelassen Brandschutz- und Rauchschutzsystemen an. Neben der Produktion sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner für die Lieferung, fachgerechte Montage und Wartung von Feuerschutz- und Rauchschutzabschlüssen. Gerne beraten bei der Wahl der geeigneten Türsysteme und Berücksichtigung der von Ihnen geforderten Leistungseigenschaften.

Die normativen Grundlagen zur Prüfung und Herstellung von Brandschutztüren und Rauchschutztüren befinden sich seit einigen Jahren im Umbruch und haben sich am 01.11.2019 mit dem Ende der Koexistenzphase der DIN EN 16034 grundlegend geändert. Brandschutztüren und Rauchschutztüren sind nun sowohl über nationale Normen als auch über europäische Normen geregelt. Auf nationaler Grundlage sind bei Brandschutztüren die Normen DIN 4102-5 für die Bewertung des Feuerwiderstandes und die DIN 4102-18 zur Dauerfunktionsprüfung der selbstschließenden Eigenschaft im Zulassungsverfahren zu berücksichtigen. Die Klassifizierung des Feuerwiderstandes erfolgt national nach der DIN 4102-1 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen –Teil 1: Baustoffe, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen“. Als Bauart werden für Brandschutztüren seit 2017 allgemeine Bauartgenehmigungen vom Deutschen Institut für Bautechnik Berlin (DIBt-Berlin) erteilt. Diese Anwendbarkeitsnachweise ersetzen die bislang bekannten allgemein bauaufsichtlichen Zulassungen (Verwendbarkeitsnachweise) des DIBt-Berlin.
Rauchschutztüren sind national gemäß DIN 18095 geregelt. Anders als Brandschutztüren ohne Rauchschutzfunktion müssen Rauchschutztüren nach DIN 18095 mit hydraulischen Türschließern ausgerüstet werden um der selbstschließenden Eigenschaft gerecht zu werden. Als Verwendbarkeitsnachweis wird für Rauchschutztüren nach DIN 18095 ein allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis einer Materialprüfanstalt ausgestellt. In der Außenanwendung, also für den Einbau von Brand- und Rauchschutztüren in Außenwänden, muss seit dem 02.11.2019 die europäisch harmonisierte Norm DIN EN 16034 im Geltungsbereich der DIN EN 14351-1 verbindlich angewendet werden. Die Klassifizierung erfolgt auf europäischer Basis auf Grundlage der DIN EN 13501-2. In der Außenanwendung können daher seit der europäischen Harmonisierung am 02.11.2019 keine Brandschutz- und Rauchschutztüren mit nationalen Anwendbarkeitsnachweisen eingesetzt werden. Für den Einbau in Innenwänden gelten weiterhin ausschließlich nationale Normen und Anwendbarkeitsnachweise.

Im Bereich des vorbeugenden baulichen Brandschutzes haben wir uns auf die Produktion, Lieferung, Montage und Wartung von Brandschutztüren und Rauchschutztüren spezialisiert. Wir produzieren liefern und montieren Brandschutztüren und Rauchschutztüren aus Aluminium, Holz und Stahlblech in umfangreichen Ausführungsvarianten nach DIN EN 16034, DIN EN 14351-2 und DIN 4102-5, DIN 18095.

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DIN EN 16034 und DIN EN 14351-1

Die europäische Norm EN 16034 wurde bereits am 10.07.2015 im europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Die Koexistenzphase der EN 16034 begann am 01.11.2016 und endete am 01.11.2019. In diesem Zeitfenster konnten Brandschutzfenster, also bewegliche selbstschließende Brandschutzverglasungen auf nationaler oder europäischer Basis geprüft, klassifiziert und zugelassen werden. National wurden bewegliche selbstschließende Brandschutzverglasungen (Brandschutzfenster) bis zum 01.11.2019 über die DIN 4102-13 geprüft und in den Feuerwiderstandsklassen F30, F60 und F90 zugelassen. Als Bauart regelten allgemeine Bauartgenehmigungen und allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen des DIBt-Berlin die Anwendbarkeit und Verwendbarkeit im Sinne der Landesbauordnung. Nach der Übereinstimmungs-Verordnung der Bundesländer wurden die beweglichen selbstschließenden Brandschutzverglasungen mit einem Ü-Zeichen auf dem Rahmen gekennzeichnet. Mit dem Ende der Koexistenzphase der EN 16034 müssen Brandschutzfenster (bewegliche selbstschließende Brandschutzverglasungen) ab dem 02.11.2019 in der Außenanwendung, also dem Anwendungsbereich der DIN EN 14351-1, verbindlich über die europäisch harmonisierten Normen DIN EN 16034 und der DIN EN 14351-1 hergestellt und mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet werden. Die brandschutztechnische Klassifizierung von Brandschutzfenstern erfolgt nun nicht mehr auf Basis der nationalen Norm DIN 4102-13 / DIN 4102-2, sondern gemäß den Anforderungen der europäisch harmonisierten Norm DIN EN 16034 / DIN EN 13501-2.

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Für den Einbau in Außenwänden gibt es für bewegliche selbstschließende Brandschutzverglasungen ab dem 02.11.2019 nun keine allgemeinen Bauartgenehmigungen und keine allgemeine Zulassungen als Anwendbarkeitsnachweis und Verwendbarkeitsnachweis mehr. Bewegliche selbstschließende Brandschutzverglasungen werden im Anwendungsbereich der DIN EN 14351-1 nach der DIN EN 1634 geprüft und auf Grundlage von Klassifizierungs- und EXAP-Berichten unter Berücksichtigung der DIN EN 16034 hergestellt. Die Herstellung von beweglichen selbstschließenden Brandschutzverglasungen (Brandschutzfenstern) wird über eine werkseigene Produktionskontrolle sichergestellt und durch eine zugelassene notifizierte Prüfstelle mit Branderfahrung fremdüberwacht. Als Nachweis der Zertifizierung verfügt unser Unternehmen über das Zertifikat zur Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit. Im Zuge des Herstellungsprozesses und der werkseigenen Produktionskontrolle werden die entsprechenden Leistungseigenschaften wie z. B. der Feuerwiderstand, die selbtschließenden Eigenschaften , Anforderungen an den Rauchschutz usw. über Leistungserklärungen ausgewiesen. Brandschutzfenster in der Außenanwendung werden. Die Komfirmität der beweglichen selbstschließenden Brandschutzverglasung wird über eine CE-Kennzeichnung bestätigt, so dass das Element in den europäischen Warenverkehr gebracht werden darf. Das CE-Zeichen ersetzt also in der Außenanwendung das bewährte Ü-Zeichen ohne einen Bezug auf die Übereinstimmung mit den Anforderungen der Landesbauordnung zu nehmen.

Unsere Basis für Ihre Sicherheit
fremdüberwacht und zertifiziert durch das IFT-Rosenheim
Zertifikat zur Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit Zelenka Brandschutztechnik
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Neue Klassifizierungen nach EN 13501-2

Die bewährten und bekannten Feuerwiderstandsklassen F30, F60 und F90 nach DIN 4102 finden bei Brandschutztüren in der Außenanwendung seit dem 02.11.2020 keine Anwendung mehr. Sie werden nun ausschließlich nach der DIN EN 13501-2 klassifiziert, so dass Brandschutztüren beispielsweise in der Feuerwiderstandsklasse EI230 Sa C2 ausgeführt werden. Die nachfolgende Tabelle beschreibt die verschiedenen Buchstaben und Kennziffen nach der EN 16034 und der EN 13501-2.

E Raumabschluss (EN 16034 Abs. 4.1, EN 13501-2 Abs. 5.2.2) Widerstand eines Bauteils mit raumtrennender Funktion gegen Brandbeanspruchung von einer Seite, um den Durchtritt von Flammen oder heißen Gasen zu verhindern und so die Entzündung der dem Feuer abgekehrten Oberfläche in der Nähe befindlicher Materialien zu verhindern.
I Wärmedämmung (EN 16034 Abs. 4.1, EN 13501-2 Abs. 5.2.3) Der Buchstabe I beschreibt die Fähigkeit eines Bauteils, einer einseitigen Brandbeanspruchung zu widerstehen und eine Wärmeübertragung zu absorbieren. Das bedeutet, dass die Wärmeübertragung auf die dem Feuer abgekehrten Seite für eine gewisse Zeit reduziert wird, um eine Entzündung zu vermeiden und Personen und Sachgüter zu schützen. Die Wärmdämmung I wird bei Feuerschutzabschlüssen in zwei Prüfverfahren mit unterschiedlichen Randabständen in I1 und I2 unterteilt.
S Rauchdichtheit (EN 16034 Abs. 4.2) Die Rauchdichtheit beschreibt die Fähigkeit eines Bauteils, den Durchtritt von Gas oder Rauch auf die gegenüber liegende Seite zu verringern oder auszuschließen. Die Bezeichnung Sa berücksichtigt die Rauchdichtheit bei Umgebungstemperaturen und ist nach der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVVTB) für dichtschließende Elemente in Deutschland mindestens erforderlich. S200 berücksichtigt die Rauchdichtheit bei Umgebungstemperaturen und bei einer Temperatur von 200°C.
C Selbstschließende Eigenschaft (EN 16034 Abs. 4.4 und 4.5, EN 13501-2 Abs. 5.2.6) Der Buchstabe C bezeichnet die selbstschließende Fähigkeit von Brandschutzfenstern im Brandfall vollständig ohne Fremdeinwirkung zu schließen. Die geprüfte Anzahl der Zyklen wird mit den Ziffern 0 bis 5 benannt.

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DIN 4102-5 und DIN 18095

Werden Brandschutztüren und Rauchschutztüren in Innenwänden montiert, gelten weiterhin nationale Normen und amtliche Nachweise. Für Brandschutztüren werden weiterhin allgemeine Bauartgenehmigungen ausgestellt und Rauchschutztüren ohne Brandschutzanforderungen werden über allgemein bauaufsichtliche Prüfzeugnisse geregelt. Somit gelten für Brandschutztüren bei der Prüfung und Klassifizierung die Anforderungen der DIN 4102-5 und für Rauchschutztüren ohne geprüften Feuerwiderstand die DIN 18095. Die Herstellung von Feuerschutzabschlüssen wie z. B. Brandschutztüren, ist wie in der Vergangenheit bereits bekannt, überwachungspflichtig. Die Fremdüberwachung unserer Produktion erfolgt bei der Herstellung von Brandschutztüren für die Innenanwendung nach nationalen Standards in unserem Unternehmen durch die Überwachungsgemeinschaft Feuerschutz Berlin Brandenburg (ÜG). Hier hat sich normativ also nichts geändert.

Brandschutztüren mit oder ohne Rauchschutztüren werden gemäß DIN 4102-5 in den folgenden Feuerwiderstandsklassen unterteilt:

Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102-5

Brand- und Rauchschutztüren aus Aluminium

Brandschutzfenster aus Aluminium erfüllen eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten und bestehen aus hochwärmegedämmten Rahmen- und Flügelprofilen. Pulverbeschichtung, Eloxal/Anodisierung oder Flüssiglackbeschichtung stehen Ihnen als Verfahren der Oberflächenveredelung in zahlreichen Farbtönen wie z. B. RAL, NCS, DB- oder DECORAL Oberflächen (Holzoptik) zur Auswahl. Beschlagsteile wie Bänder und Fensterschließer können sowohl verdeckt, als auch aufgesetzt ausgeführt werden. Die Produktion von Brandschutzfenstern erfolgt in unserem Unternehmen mit Hilfe von computergesteuerten Doppelgehrungssägen und Profilbearbeitungszentren unter der Aufsicht einer fremdüberwachenden, notifizierten Prüfstelle und einer strengen werkseigenen Produktionskontrolle.

Schüco AWS60FR30
Feuerwiderstand EW/EI 30
Schüco AWS70FR30
Feuerwiderstand EW/EI 30
Wicona WL75FP
WICONA
WL 75 FP
Feuerwiderstand EW/EI 30
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Brand- und Rauchschutztüren aus Holz

Holz ist ein natürlicher Rohstoff der einen ganz besonderen Charme hat. Brandschutztüren und Rauchschutztüren aus Holz lassen sich in zahlreichen Ausführungsvarianten, Holzarten und Oberflächen herstellen. Sie sind extrem hochwertig und werden bevorzugt in öffentlichen oder gewerblichen Gebäuden und Schulen eingebaut.

Brand- und Rauchschutztüren aus Stahlblech

Brandschutztüren und Rauchschutztüren aus Stahlbech werden auf der Innen- und Außenseite des Türblattes aus Stahlblech gefertigt. Auch die Zargenelemente bestehen aus Stahlblech in unterschiedlichen Ausführungsvarianten. Bei Brandschutzüren und Rauchschutztüren sind die Türblätter mit Mineralwolle isoliert. Stahlblechtüren können stumpf eingeschlagen oder als Dünnfalz, Dickfalz produziert werden. Die Türen sind standartmäßig verzinkt und für die bauseitigen Endanstrich pulverbeschichtet grundiert. Optional können zahlreiche Oberflächen, Dekors und Glaseinsätze bei der Herstellung berücksichtigt werden.

Brand- und Rauchschutztüren aus Stahl

Rohrrahmenelemente aus Stahl sind extrem stabil und widerstandsfähig. Sie lassen sich in großen Dimensionen herstellen und werden wie Aluminiumelemente verglast oder mit zugelassenen Paneelen hergestellt. Die Ausstattungsmöglichkeiten von Brandschutztüren und Rauchschutztüren aus Stahl sind umfangreich.

SCHÜCO AWS 70 FR 30
Feuerwiderstandsklasse EI2 30 Sa C2 nach DIN EN 16034
SCHÜCO AWS 70 FR 30
Feuerwiderstandsklasse EI2 30 Sa C2 nach DIN EN 16034
CNC
Einblick in unseren Maschinenpark
Einblick in unseren Maschinenpark
WICONA WL 75 FP
Feuerwiderstandsklasse EI2 30 Sa C2 nach DIN EN 16034
Wicona WL 75 FP
Brandschutzfenster mit aufgesetztem Fensterschließer
Wicona WL 75 FP
Feuerwiderstandsklasse EI2 30 Sa C2 nach DIN EN 16034
Wicona WL 75 FP
Aufgesetzter Fenstershließer GEZE TS 5000
WICONA WL 75 FP
Feuerwiderstandsklasse EI2 30 Sa C2 nach DIN EN 16034
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Gesetzliche Anforderungen an Brandschutztüren

Einbruchschutz

Der Einbruchschutz von Brandschutztüren ist seit September 2011 in der DIN EN 1627 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse – Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung“ geregelt. Mit Veröffentlichung der DIN EN 1627 im Europäischen Amtsblatt wurden die beiden Normen DIN V ENV 1627 „Fenster, Türen, Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung“ von 1999 und DIN 18106 „Einbruchhemmende Gitter“ aus dem Jahr 2003 ersetzt.

Die Veröffentlichung der DIN EN 1627 brachte folgende wesentliche Veränderungen bzw. Neuerungen mit sich:

  • Erweiterung des Anwendungsbereichs um Gitterelemente
  • Änderungen der Bezeichnung der Widerstandsklassen (RC „resistance class“ statt WK „Widerstandsklassen“
  • Änderungen der statischen und dynamischen Prüfung
  • Einführung einer neuen Klasse RC 2N mit Normalglas
  • Das nationale Vorwort wurde umfangreich überarbeitet

Die nachfolgend aufgeführte Tabelle zeigt die verschiedenen Klassen und deren Bedeutung für den Einbruchschutz bei Brandschutz- und Rauchschutztüren:

Widerstandsklassen nach DIN EN 1627 Widerstandsklassen nach DIN V Eingesetztes Werkzeug
RC 1 N WK 1 Gelegenheitstäter: nur geringer Schutz gegen Einsatz von Hebelwerkzeugen
RC 2 N - Gelegenheitstäter: Aufbruch von verschlossenen und verriegelten Bauteilen durch einfache Werkzeuge wie Schraubendreher, Zange und Keile
RC 2 WK 2 Gelegenheitstäter: Aufbruch von verschlossenen und verriegelten Bauteilen durch einfache Werkzeuge wie Schraubendreher, Zange und Keile
RC 3 WK 3 Geübter Täter: Aufbruch von verschlossenen und verriegelten Bauteilen mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß sowie einfachem Bohrwerkzeug
RC 4 WK 4 Erfahrener Täter: Einsatz zusätzlicher Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie Akku-Bohrmaschine
RC 5 WK 5 Sehr erfahrener Täter: zusätzlicher Einsatz von Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer
RC 6 WK 6 Spezialisierter Täter: zusätzlicher Einsatz von leistungsfähigen Elektrowerkzeugen wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer

Barrierefreiheit

Das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz) soll die Benachteiligung behinderter Menschen verhindern und definiert die Maßnahmen zur Barrierefreiheit auf Bundesebene. Um den Bedürfnissen von Menschen mit Sehbehinderungen, Hörbehinderungen, motorischen Einschränkungen, sowie Personen mit Mobilitätshilfen und Rollstühlen gerecht zu werden, sind die Normen DIN 18040-1 und DIN 18040-2 in öffentlichen Gebäuden und Wohnungen anzuwenden. Sie enthalten maßliche und konstruktive Vorgaben für manuell bedienbare Fenster, Türen und automatische Türsysteme und sind für folgende Personengruppen anzuwenden:

  • Rollstuhlfahrer
  • Blinde und Sehbehinderte
  • Gehörlose und Gehörgeschädigte
  • Gehbehinderte
  • Menschen mit sonstigen Behinderungen
  • Ältere Menschen
  • Kinder, klein- und großwüchsige Menschen
Geometrische Anforderungen an Türen nach DIN 18040-1 und -2 erforderliche Abmessungen
Durchgang lichte Breite > 900 mm
Durchgang lichte Höhe über OFF > 2050 mm
Laibung Tiefe > 260 mm
Drücker, Griff Abstand zu anderen Bauteilen > 500 mm
Beschilderung Höhe über OFF 850 mm
Drücker begründeter Einzelfall 850 - 1050 mm
Griff waagerecht Höhe über OFF 850 mm
Griff senkrecht Greifhöhe über OFF 850 mm
Taster Drehtürantrieb | Taster Mitte über OFF 850 mm
Taster Drehtürantrieb | Taster bei seitlicher Anfahrt Abstand zur Hauptschließkante > 500 mm
Taster Drehflügeltür bei frontaler Anfahrt Abstand zur Öffnungskante > 2500
Taster Drehflügeltür bei frontaler Anfahrt Abstand zur Schließkante > 1500 mm
Taster Schiebetür bei frontaler Anfahrt Abstand beidseitig > 1500 mm

Schallschutz

Brandschutztüren und Rauchschutztüren müssen neben den brandschutztechnischen Eigenschaften oftmals zahlreiche zusätzliche Anforderungen erfüllen. Eines dieser Eigenschaften ist regelmäßig der Schallschutz. Er wird über das Schalldämmmaß R als Verhältnis zwischen der auf einen Gegenstand wie z. B. einer Wand oder einem Schallschutzelement auftreffenden Schallintensität und der durchgelassenen Schallintensität definiert.

Flucht- und Rettungswege

Als Fluchtwege werden Wege, Flure, Treppen und Ausgänge ins Freie bezeichnet, über die Menschen und Tiere im Brandfall das Gebäude verlassen können. Rettungswege sind Zugänge für Einsatzkräfte wie z. B. der Feuerwehr um Personen und Tiere im Brandfall zu retten. Brandschutztüren und Rauchschutztüren werden innerhalb von Wänden eingebaut, die das Gebäude in Brandabschnitte oder Brandbekämpfungsabschnitte unterteilen. In Deutschland werden für Flucht- und Rettungswege die jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und Sonderbauvorschriften für Kindergärten oder Arbeitsstätten (ASR 2.3 Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungspläne; ASR 1.3 Kennzeichnung nach DIN EN ISO 7010 berücksichtigt. Auf europäischer Ebene fordert die Produktnorm DIN EN 14351-1 für Außentüren, sowie die prEN 14351-2 für Innentüren für Türen in Fluchtwegen die Fähigkeit zur Freigabe und die Einhaltung des Konformitätssystem 1.

Werden Brandschutztüren oder Rauchschutztüren in Wände innerhalb von Flucht- und Rettungswegen eingebaut, müssen zugelassene Fluchttürsysteme (Schlösser / Beschläge) bei der Türplanung berücksichtigt werden. Bei den Fluchttürsystemen wird zwischen Notausgänge nach DIN EN 179 und Paniktüren nach DIN EN 1125 unterschieden.

DIN EN 179

Notausgänge nach DIN EN 179 werden bei Gebäuden ohne öffentlichen Publikumsverkehr berücksichtigt, deren Besucher die Funktion der Fluchttüren (Brandschutztüren und Rauchschutztüren) kennen. Die Norm fordert auf Fluchtseite Drückerbeschläge deren Form und Geometrie in Grundzügen vorgegeben ist. So muss das freie Ende des Drückers nach DIN EN 179 zwingend zum Türblatt zeigen (U-Form). Brandschutztüren und Rauchschutztüren die innerhalb von Flucht- und Rettungswegen gegenüber der Fluchtseite verschlossen sein sollen, müssen entsprechende Panikschlösser nach DIN EN 179 aufweisen.

DIN EN 1125

Paniktüren nach DIN EN 1125 gelten für öffentliche Gebäude in denen die Besucher die Funktion der Fluchttüren nicht kennen. Sie müssen in der Lage sein, die verbauten Brandschutztüren und Rauchschutztüren mit Panikbeschlägen nach DIN EN 1125 ohne Einweisung zu betätigen. Panikverschlüsse nach DIN EN 1125 kommen in öffentlichen Gebäuden oder Gebäudebereichen mit öffentlichem Publikumsverkehr wie z. B. Kinos oder Einkaufszentren zum Einsatz. Zulässige Beschläge sind nach DIN EN 1125 auf der Fluchtseite als Stangengriff oder Druckstange (Pushbar) über die entsprechende Türbreite auszubilden. Die maximale Auslösekraft von Stangengriffen liegt maximal bei 80 N und bei Druckstangen maximal bei 1000 N. Im Alltag haben sich die Norm und die entsprechend geprüften Beschläge nur bedingt durchgesetzt. Brandschutztüren und Rauchschutztüren die innerhalb von Flucht- und Rettungswegen gegenüber der Fluchtseite verschlossen sein sollen, müssen entsprechende Panikschlösser nach DIN EN 1125 aufweisen.

Panikschlösser bei Brandschutztüren und Rauchschutztüren

Abgeschlossene Brandschutztüren und Rauchschutztüren müssen innerhalb von Flucht- und Rettungswegen mit zugelassenen Panikschlössern ausgerüstet werden. Der Einsatz von Panikschlössern gewährleistet, dass Öffnen einer abgeschlossenen Brandschutztür oder Rauchschutztür mit nur einem Handgriff über den Türdrücker, Panikstange (Pushbar). Die Funktion von Panikschlössern wird in die Funktionen E, B, C und D unterteilt. Darüber hinaus können Brandschutztüren und Rauchschutztüren in einer zweiflügeligen Ausführung als Teilpanik oder Vollpanikfunktion ausgeführt werden. Gerne beraten wir Sie bei der Wahl der passenden Panikfunktion.

Panikfunktion E

Wechselfunktion E

Die Wechselfunktion E kommt bei Wechselgarnituren (Drücker / Knauf) zum Einsatz. Die Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) ist also mit einer Drückergarnitur auf der Fluchtseite und auf der Außenseite mit einem feststehenden Knauf ausgestattet. Die abgeschlossene Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) kann auf der Innenseite (Fluchtseite) über die Panikfunktion im Schloss und auf der Außenseite mit einem Schlüssel geöffnet werden, in dem der Riegel zurückgesperrt und die Falle zurückgezogen wird.

Panikfunktion B

Wechselfunktion B

Bei der Umschaltfunktion B ist die Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) beidseitig mit einem Drücker ausgestattet. Im verschlossenen Zustand kann die Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) von der Innenseite (Fluchtseite) über die Panikfunktion im Schloss geöffnet werden. Der Drücker auf der Außenseite ist bei Betätigung der Panikfunktion in Leerlauffunktion. Das Panikschloss kann durch das Aufschließen mit dem Schlüssel bis zum Anschlag in die Normalfunktion versetzt werden, so dass die Tür von innen und außen geöffnet werden kann. Die Panikfunktion kann durch das Vorsperren mit dem Schlüssel wieder in die Leerlauffunktion versetzt werden (Umschaltfunktion).

Panikfunktion C

Schließzwangfunktion C

Bei der Schließzwangfunktion C ist die Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) beidseitig mit einem Drücker ausgestattet. Der äußere Drücker ist stets in Leerlauffunktion. Durch Entriegeln des Panikschlosses bis zum Anschlag wird die Panikfunktion ausgeschaltet und die Tür kann von der Fluchtseite und von der Außenseite über den Drücker geöffnet werden. Der Schlüssel kann jedoch erst wieder abgezogen werden, wenn der Schlüssel zurück gedreht wird und das Panikschloss wieder in die Leerlauffunktion versetzt wird.

Panikfunktion D

Schließzwangfunktion D

Bei der Durchgangsfunktion D ist die Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) beidseitig mit einem Drücker ausgestattet. Die abgeschlossene Tür (Brandschutztür / Rauchschutztür) kann auf der Innenseite (Fluchtseite) über die Panikfunktion im Schloss geöffnet werden. Durch Betätigung des Drückers auf der Innenseite (Fluchtseite) wird die Schlossnuss wieder eingekuppelt. Die Tür ist nach der Betätigung der Panikfunktion immer offen und muss durch Betätigung des Schließzylinders wieder abgeschlossen.

Feststellanlagen für Brandschutztüren

Brandschutztüren und Rauchschutztüren schützen Menschleben und Sachwerte. Sie werden innerhalb von Brandabschnitten verbaut und verhindern im Brandfall eine Übertragung von Feuer- und Rauchgasen. Um dieser Aufgabenstellung gerecht zu werden, müssen Brand- und Rauchschutztüren selbstschließend sein. Der Türflügel fällt somit nach dem Öffnen unmittelbar wieder in die Türzarge zurück und die Falle fällt ins Schließblech.
Besonders in hochfrequentierten Bereichen kann diese Eigenschaft als störend empfunden werden.
Da eine einfache mechanische Offenhaltung und das Verkeilen von Brandschutztüren und Rauchschutztüren grundsätzlich nicht zulässig sind, können Feststellanlagen das Problem lösen.

Feststellanlagen sind Geräte und Gerätekombinationen die den Türflügel offenhalten und erst durch Ansprechen einer zugehörigen Auslösevorrichtung im Brandfall oder durch die Betätigung eines Tasters schließen. Eine Feststellanlage besteht grundsätzlich aus mindestens einem Brandmelder, einer Auslösevorrichtung, einer Feststellvorrichtung und einer Energieversorgung. Feststellanlagen können entweder als Bauteil mit einem Türschließer kombiniert werden oder über Haftmagneten hergestellt werden.

Drehtürantriebe

Der Einsatz von Drehtürantrieben bietet für Brandschutztüren und Rauchschutztüren einen besonderen Komfort. Durch einen Impuls, ausgelöst durch einen Taster oder einen Bewegungsmelder, öffnen die Türflügel vollständig automatisch oder unterstützen das manuelle Öffnen über die sogenannte Push & Go Funktion. Drehtürantriebe müssen bei Feuer- und Rauchschutztüren eine allgemeine Bauartgenehmigung aufweisen und beinhalten gleichzeitig eine zugelassene Feststellvorrichtung.  Sie werden besonders in hochfrequentierten Bereichen z. B. Krankenhäusern, Altenheimen, Verwaltungen, Hotels, Restaurants oder Einkaufszentren verwendet.
Geregelt werden Drehtürantriebe über die Normen DIN 18650 „Automatische Türsysteme“ und DIN EN 16005 „Kraftbetätigte Türen“ Beide Normen enthalten größtenteils Anforderungen an die Sicherheit der automatischen Türöffnungssysteme. Durch die Umsetzung einer vorgeschriebenen Gefahrenanalyse sind erforderliche Sicherheitsausstattungen und gegebenenfalls zugelassene Fingeschutzsysteme zur Absicherung der Nebenschließkanten zu berücksichtigen. Zum Schutz der Personen werden bei der Verwendung von Drehtürantrieben Infrarot-Sensorleisten oder Laserscanner eingesetzt.

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FAQ | Fragen und Antworten ...

Woran erkenne ich eine Brandschutz- oder Rauchschutztür?

Brandschutztüren sind kennzeichnungspflichtig. Jede Brandschutztür trägt im Falzbereich ein Kennzeichnungsschild auf dem das Ü-Zeichen der Fremdüberwachung, die Feuerwiderstandsklasse, der Herstellungsbetrieb, das Herstellungsjahr und die Zulassungsnummer (nach DIN 4102-5) vermerkt ist. Rauchschutztüren oder kombinierte Türen (-RS) sind ebenfalls kennzeichnungspflichtige Bauteile. Brandschutztüren und Rauchschutztüren für den Einbau in Außenwänden nach DIN EN 16034 (DIN EN 14351-1) tragen für die Einführung in den europäischen Binnenmarkt ein CE Zeichen und eine DOP-Nummer zur Nachverfolgung der werkseigenen Produktionskontrolle.

Sind Brandschutztüren mit Drehtürantrieben zulässig?

Brandschutztüren dürfen mit Drehtürantrieben ausgerüstet werden, sofern in der Allgemein bauaufsichtlichen Zulassung / Bauartgenehmigung des DIBt-Berlin ein entsprechender Hinweis vermerkt ist.