Brandschutzbeschichtung für Stahlbauteile
Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile gehören zu den wirtschaftlichsten und gestalterisch flexibelsten Maßnahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Sie ermöglichen es, tragende Stahlkonstruktionen sichtbar zu belassen und gleichzeitig die geforderte Feuerwiderstandsdauer sicherzustellen. Ob Stahlträger, Stahlstützen, Kappenträger oder komplexe Stahlkonstruktionen – durch den Einsatz moderner Brandschutzbeschichtungen können Feuerwiderstandsklassen von R30, R60 oder R90 erreicht werden, ohne die filigrane Architektur des Stahlbaus zu beeinträchtigen.
Da ungeschützte Stahlbauteile bereits bei Temperaturen von etwa 500 bis 600 °C einen erheblichen Teil ihrer Tragfähigkeit verlieren, müssen sie in vielen Gebäuden durch geeignete Brandschutzmaßnahmen geschützt werden. Intumeszierende Brandschutzbeschichtungen bilden im Brandfall eine wärmedämmende Schaumschicht, die den Stahl vor einer kritischen Erwärmung schützt und so die Standsicherheit der Konstruktion über einen definierten Zeitraum erhält.
Als spezialisierter Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen übernimmt die Zelenka Brandschutztechnik die Beratung, Planung und Ausführung von Beschichtungsarbeiten für Stahlbauteile in Berlin und Brandenburg. Mit geschultem Fachpersonal, leistungsstarken Beschichtungssystemen und langjähriger Erfahrung realisieren wir individuelle Lösungen für Industriegebäude, Gewerbebauten, öffentliche Einrichtungen und anspruchsvolle Sonderbauten.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Brandschutzbeschichtung für Stahlbauteile?
- Feuerwiderstandsklassen bei Brandschutzbeschichtungen
- Aufbau einer Brandschutzbeschichtung auf Stahl
- Kritische Stahltemperatur und Profilfaktor
- Anwendungsbereiche von Brandschutzbeschichtungen auf Stahl
- Vorteile von Brandschutzbeschichtungen gegenüber Bekleidungen
- Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen
- Warum Zelenka Brandschutztechnik?
- FAQ | Fragen und Antworten

Was ist eine Brandschutzbeschichtung für Stahlbauteile?
Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile, auch Brandschutzanstriche genannt, sind reaktive Beschichtungssysteme, die tragende Stahlkonstruktionen im Brandfall vor einer unzulässigen Erwärmung schützen. Sie werden direkt auf Stahlträger, Stahlstützen oder andere tragende Bauteile aufgebracht und ermöglichen je nach System Feuerwiderstandsklassen von F30 / R30 bis F90 / R90 und darüber hinaus. Im Gegensatz zu Brandschutzplatten oder Bekleidungen bleibt die beschichtete Konstruktion sichtbar, sodass die filigrane Optik moderner Stahlbaukonstruktionen erhalten wird.
Warum müssen Stahlbauteile im Brandfall geschützt werden?
Stahl ist ein nicht brennbarer Baustoff, verliert jedoch unter hoher Temperatureinwirkung einen erheblichen Teil seiner Tragfähigkeit. Bereits bei Temperaturen von etwa 500 °C bis 600 °C beginnen tragende Stahlbauteile ihre Festigkeit zu verlieren. Die Folge können Verformungen von Stahlträgern und Stahlstützen sowie im schlimmsten Fall ein Versagen der gesamten Tragkonstruktion sein.
Da diese Temperaturen bei einem Gebäudebrand häufig bereits nach wenigen Minuten erreicht werden, verlangt der Gesetzgeber für viele Gebäude einen zusätzlichen Feuerwiderstand der tragenden Stahlkonstruktion. Brandschutzbeschichtungen tragen dazu bei, die Erwärmung der Stahlbauteile zu verzögern und die Standsicherheit über einen definierten Zeitraum aufrechtzuerhalten.
Wie funktioniert eine Brandschutzbeschichtung?
Brandschutzbeschichtungen wirken durch eine chemische Reaktion im Brandfall. Steigt die Temperatur an, reagiert die Beschichtung auf die Hitzeeinwirkung und bildet ab einer Temperatur von ca. 150°C eine stark vergrößerte, wärmedämmende Schutzschicht. Diese isolierende Schicht reduziert den Wärmeeintrag in das Stahlbauteil und verzögert das Erreichen der kritischen Stahltemperatur.
Die erforderliche Schichtdicke wird individuell für jedes Stahlbauteil ermittelt. Grundlage hierfür sind unter anderem die geforderte Feuerwiderstandsdauer, die kritische Stahltemperatur sowie der sogenannte Profilfaktor (U/A-Wert) des Bauteils. Je filigraner ein Stahlprofil ausgebildet ist, desto stärker erwärmt es sich im Brandfall und desto höher fällt in der Regel die erforderliche Beschichtungsdicke aus.
Aufschäumende Brandschutzbeschichtungen (Dämmschichtbildner)
Die heute im Hochbau eingesetzten Brandschutzbeschichtungen werden als intumeszierende oder dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungen oder umgangssprachlich als Brandschutzanstriche bezeichnet. Der Begriff „intumeszierend“ beschreibt die Fähigkeit des Materials, sich unter Temperatureinwirkung stark auszudehnen.
Im Brandfall schäumt der Dämmschichtbildner auf ein Vielfaches seiner ursprünglichen Schichtdicke auf und bildet eine poröse Kohlenstoffschaumschicht. Diese wirkt wie eine thermische Barriere zwischen Feuer und Stahloberfläche und schützt das Bauteil vor einer schnellen Erwärmung. Die entstehende Dämmschicht kann je nach System und Beanspruchung ein Vielfaches der ursprünglichen Beschichtungsdicke erreichen.
Durch diese Wirkungsweise lassen sich hohe Feuerwiderstandsklassen erzielen, ohne die Stahlkonstruktion mit Brandschutzbauplatten zu verkleiden. Aus diesem Grund gehören intumeszierende Brandschutzbeschichtungen heute zu den wichtigsten Brandschutzmaßnahmen im modernen Stahlbau.
Feuerwiderstandsklassen bei Brandschutzbeschichtungen
Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile werden entsprechend ihrer Feuerwiderstandsdauer klassifiziert. Die umgangssprachliche bekannten Feuerwiderstandsklassen F30, F60 und F90 wurden für Brandschutzbeschichtungen normativ gegen die europäische Klassifizierungen R30, R60 und R90 ausgetauscht. Die Zahl beschreibt jeweils die Zeitdauer in Minuten, für die ein Stahlbauteil seine tragende Funktion im Brandfall aufrechterhalten muss.
Brandschutzbeschichtung F30 / R30
Brandschutzbeschichtungen der Feuerwiderstandsklasse F30 / R30 schützen tragende Stahlbauteile für mindestens 30 Minuten vor einer kritischen Erwärmung. Sie kommen häufig in Gebäuden und Industriehallen zum Einsatz, bei denen geringere Anforderungen an den Feuerwiderstand bestehen und die Tragkonstruktion lediglich feuerhemmend ausgeführt werden muss. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Feuerwiderstandsdauer sind die erforderlichen Beschichtungsdicken in der Regel geringer als bei höheren Feuerwiderstandsklassen.
Brandschutzbeschichtung F60 / R60
Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 ermöglichen einen Feuerwiderstand von mindestens 60 Minuten und werden vor allem in Gebäuden mit erhöhten brandschutztechnischen Anforderungen eingesetzt. Im Vergleich zu F30 / R30 sind hierfür größere Schichtdicken erforderlich, um die Erwärmung des Stahlbauteils ausreichend zu verzögern. Die Feuerwiderstandsklasse F60 / R60 bildet häufig die Schnittstelle zwischen feuerhemmenden und hochfeuerhemmenden Konstruktionen und kommt insbesondere in Gewerbe- und Sonderbauten zum Einsatz.
Brandschutzbeschichtung F90 / R90
Brandschutzbeschichtungen F90 / R90 bieten einen Feuerwiderstand von mindestens 90 Minuten und werden überall dort eingesetzt, wo besonders hohe Anforderungen an die Standsicherheit tragender Stahlkonstruktionen bestehen. Typische Anwendungsbereiche sind Industriegebäude, Versammlungsstätten, öffentliche Gebäude sowie anspruchsvolle Sonderbauten. Um diese Feuerwiderstandsdauer zu erreichen, sind in der Regel Schichtdicken zwischen 2-6 mm erforderlich. Deutlich weniger als bei F30- oder F60-Konstruktionen.
Aufbau einer Brandschutzbeschichtung auf Stahl
Moderne Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile bestehen in der Regel aus mehreren aufeinander abgestimmten Beschichtungsschichten. Nur das Zusammenspiel aller Komponenten gewährleistet, dass die geforderte Feuerwiderstandsdauer im Brandfall zuverlässig erreicht wird. Der genaue Aufbau hängt vom verwendeten Beschichtungssystem, den Umgebungsbedingungen sowie den Anforderungen des jeweiligen Bauvorhabens ab. Grundsätzlich bestehen Brandschutzbeschichtungen jedoch aus einer Grundierung, dem eigentlichen Dämmschichtbildner und einer optionalen Deckbeschichtung.

Grundierung und Korrosionsschutz
Die Grundierung bildet die Basis des gesamten Beschichtungsaufbaus. Sie schützt das Stahlbauteil vor Korrosion und sorgt gleichzeitig für eine sichere Haftung der nachfolgenden Brandschutzbeschichtung. Welche Grundierung eingesetzt werden darf, richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Beschichtungssystems. Nicht jede Korrosionsschutzbeschichtung ist automatisch mit jeder Brandschutzbeschichtung kompatibel.
Vor Beginn der Beschichtungsarbeiten prüfen wir daher die vorhandenen Untergründe sowie bestehende Beschichtungssysteme und stimmen den weiteren Aufbau auf die jeweiligen Anforderungen ab. Gerade bei Bestandsgebäuden und Sanierungsprojekten ist eine sorgfältige Beurteilung der vorhandenen Beschichtungen entscheidend für die Dauerhaftigkeit und Funktionsfähigkeit des Brandschutzsystems.
Dämmschichtbildner
Der Dämmschichtbildner ist das eigentliche Brandschutzelement der Beschichtung. Diese spezielle Beschichtung reagiert im Brandfall auf die Hitzeeinwirkung und bildet eine stark aufschäumende, wärmedämmende Schutzschicht. Dadurch wird die Erwärmung des Stahlbauteils erheblich verzögert und die Tragfähigkeit der Konstruktion über einen definierten Zeitraum aufrechterhalten.
Die erforderliche Schichtdicke richtet sich unter anderem nach der geforderten Feuerwiderstandsdauer, der kritischen Stahltemperatur sowie dem Profilfaktor des Stahlbauteils. Je nach Anforderung können unterschiedliche Schichtdicken erforderlich sein. Die genaue Ermittlung erfolgt auf Grundlage der jeweiligen Zulassungs- und Bewertungsdokumente des eingesetzten Systems.
Deckbeschichtung
Je nach Einsatzbereich kann die Brandschutzbeschichtung zusätzlich mit einer Deckbeschichtung versehen werden. Diese schützt den Dämmschichtbildner vor Feuchtigkeit, Verschmutzung und mechanischen Beanspruchungen und verbessert gleichzeitig die optische Erscheinung der Stahlkonstruktion.
Darüber hinaus bieten Deckbeschichtungen umfangreiche Möglichkeiten zur farblichen Gestaltung. So lassen sich sichtbare Stahlträger, Stahlstützen oder Treppenkonstruktionen harmonisch in die Architektur des Gebäudes integrieren. Für unsere Kunden stehen zahlreiche Farbtöne aus den gängigen Farbkollektionen wie zzm Beispiel RAL, NCS oder DB-Farbtöne zur Verfügung, sodass technische Anforderungen und gestalterische Ansprüche gleichermaßen berücksichtigt werden können.
Kritische Stahltemperatur und Profilfaktor
Für die Planung einer Brandschutzbeschichtung reicht es nicht aus, lediglich die gewünschte Feuerwiderstandsklasse festzulegen. Entscheidend sind vielmehr die Eigenschaften des jeweiligen Stahlbauteils. Zwei der wichtigsten Faktoren bei der Bemessung einer Brandschutzbeschichtung sind die kritische Stahltemperatur sowie der sogenannte Profilfaktor (U/A-Wert).

Was ist die kritische Stahltemperatur?
Die kritische Stahltemperatur beschreibt die Temperatur, bei der ein Stahlbauteil seine für den Lastabtrag erforderliche Tragfähigkeit verliert. Wird diese Temperatur überschritten, können sich Stahlträger und Stahlstützen verformen oder im schlimmsten Fall versagen.
Welche kritische Temperatur angesetzt werden darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die statische Auslastung des Bauteils, die Konstruktion des Tragwerks sowie die zugrunde liegende Bemessung. In Deutschland wird in der Regel eine kritische Stahltemperatur von 500°C zugrunde gelegt.
Ziel einer Brandschutzbeschichtung ist es, die Erwärmung des Stahlbauteils so weit zu verzögern, dass die kritische Stahltemperatur innerhalb der geforderten Feuerwiderstandsdauer nicht erreicht wird.
Was bedeutet der U/A-Wert bzw. Profilfaktor?
Der Profilfaktor, häufig auch als U/A-Wert bezeichnet, beschreibt das Verhältnis zwischen der brandbeanspruchten Oberfläche eines Stahlbauteils (U) und seiner Stahlquerschnittsfläche (A).
Vereinfacht ausgedrückt zeigt der U/A-Wert, wie schnell sich ein Stahlprofil im Brandfall erwärmt. Je größer die dem Feuer ausgesetzte Oberfläche im Verhältnis zur vorhandenen Stahlmasse ist, desto schneller steigt die Temperatur des Bauteils an.
Schlanke Stahlprofile besitzen daher häufig höhere U/A-Werte und benötigen in der Regel größere Beschichtungsdicken als massive Profile mit gleicher Feuerwiderstandsdauer. Darüber hinaus spielt die Einbausituation eine wichtige Rolle. Ob ein Träger vierseitig, dreiseitig oder nur teilweise brandbeansprucht wird, beeinflusst den Profilfaktor und damit die erforderliche Brandschutzbeschichtung erheblich.
Einfluss des Profilfaktors auf die Schichtdicke
Der U/A-Wert gehört zu den wichtigsten Grundlagen für die Ermittlung der erforderlichen Schichtdicke einer Brandschutzbeschichtung. Zusammen mit der geforderten Feuerwiderstandsklasse und der kritischen Stahltemperatur bestimmt er, welche Beschichtungsdicke notwendig ist, um die Tragfähigkeit des Stahlbauteils im Brandfall aufrechtzuerhalten.
Bereits kleine Änderungen der Einbausituation können dabei zu unterschiedlichen Profilfaktoren und damit zu abweichenden Schichtdicken führen. Aus diesem Grund sollte die Berechnung stets unter Berücksichtigung der tatsächlichen Einbausituation erfolgen.
Um Planern, Stahlbauern und Verarbeitern die Ermittlung des richtigen U/A-Wertes zu erleichtern, stellen wir auf unserer Internetseite einen kostenlosen U/A-Wert-Rechner für Stahlbauteile zur Verfügung. Das Tool berücksichtigt verschiedene Profilarten und Einbausituationen und stellt die jeweiligen Brandbeanspruchungen grafisch dar. Dadurch kann der passende Profilfaktor schnell und nachvollziehbar ermittelt werden – eine wertvolle Unterstützung für die Planung und Ausführung von Brandschutzbeschichtungen.
Anwendungsbereiche von Brandschutzbeschichtungen auf Stahl
Brandschutzbeschichtungen kommen überall dort zum Einsatz, wo tragende Stahlbauteile im Brandfall ihre Standsicherheit über einen definierten Zeitraum aufrechterhalten müssen. Durch ihre schlanke Bauweise und die Möglichkeit, Stahlkonstruktionen sichtbar zu belassen, stellen sie eine attraktive Alternative zu Brandschutzbekleidungen dar. Insbesondere bei architektonisch anspruchsvollen Projekten, Industrieanlagen und öffentlichen Gebäuden gehören Brandschutzbeschichtungen heute zu den am häufigsten eingesetzten Brandschutzmaßnahmen für tragende Stahlkonstruktionen.
Stahlträger und Stahlstützen
Zu den klassischen Anwendungsbereichen zählen Stahlträger und Stahlstützen in Gebäuden aller Art. Sie übernehmen häufig tragende Funktionen und müssen daher je nach Gebäudeart und Nutzung mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30, 60 oder 90 Minuten ausgeführt werden.
Brandschutzbeschichtungen ermöglichen dabei den Erhalt der sichtbaren Stahlkonstruktion, ohne dass die Bauteile mit Bekleidungen verkleidet werden müssen. Dies bietet insbesondere bei modernen Bürogebäuden, Gewerbeimmobilien und repräsentativen Eingangsbereichen gestalterische Vorteile.
Kappenträger
Kappenträger stellen aufgrund ihrer besonderen Geometrie und Einbausituation spezielle Anforderungen an die Bemessung von Brandschutzbeschichtungen. Da Teile des Profils häufig in Decken- oder Wandkonstruktionen eingebunden sind, ergeben sich abweichende Brandbeanspruchungen und Profilfaktoren.
Die erforderliche Beschichtungsdicke wird daher individuell auf Grundlage der jeweiligen Einbausituation ermittelt. Brandschutzbeschichtungen ermöglichen auch bei Kappenträgern einen wirksamen Feuerwiderstandsschutz, ohne die konstruktiven Vorteile dieser Trägerbauart einzuschränken.
Stahltreppen
Auch tragende Treppenkonstruktionen aus Stahl müssen in vielen Gebäuden brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Dies betrifft insbesondere notwendige Treppenräume, Flucht- und Rettungswege sowie öffentlich zugängliche Bereiche mit erhöhten Anforderungen an die Standsicherheit im Brandfall.
Brandschutzbeschichtungen bieten hier den Vorteil, dass die filigrane Gestaltung von Stahltreppen erhalten bleibt. Gleichzeitig wird die geforderte Feuerwiderstandsdauer erreicht, ohne dass die Konstruktion durch zusätzliche Bekleidungen optisch verändert wird.
Industrie- und Gewerbebauten
Industrie- und Gewerbegebäude verfügen häufig über umfangreiche Stahltragwerke mit großen Spannweiten und komplexen Konstruktionen. Produktionshallen, Logistikzentren, Lagergebäude oder Werkstätten stellen daher typische Einsatzbereiche für Brandschutzbeschichtungen dar.
Durch den Einsatz moderner Beschichtungssysteme lassen sich auch große Stahlflächen wirtschaftlich schützen. Gleichzeitig bleiben Wartungsarbeiten, Erweiterungen und spätere Anpassungen der Gebäudestruktur oftmals einfacher möglich als bei vollständig verkleideten Stahlkonstruktionen.
Öffentliche Gebäude und Sonderbauten
Besonders hohe Anforderungen an den baulichen Brandschutz bestehen in öffentlichen Gebäuden und Sonderbauten. Dazu gehören beispielsweise Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude, Versammlungsstätten, Flughäfen oder Bahnhöfe.
In diesen Gebäuden werden Brandschutzbeschichtungen häufig eingesetzt, um tragende Stahlkonstruktionen brandschutztechnisch zu ertüchtigen und gleichzeitig architektonische Gestaltungskonzepte umzusetzen. Die Kombination aus zuverlässigem Feuerwiderstand, geringer Aufbauhöhe und ansprechender Optik macht Brandschutzbeschichtungen zu einer bewährten Lösung für anspruchsvolle Bauvorhaben.
Als erfahrener Fachbetrieb unterstützt die Zelenka Brandschutztechnik Planer, Architekten, Stahlbauer und Bauherren bei der Auswahl geeigneter Beschichtungssysteme sowie bei der fachgerechten Ausführung von Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile in Berlin und Brandenburg.
Vorteile von Brandschutzbeschichtungen gegenüber Bekleidungen
Brandschutzbeschichtungen und Brandschutzbekleidungen verfolgen dasselbe Ziel: Sie schützen tragende Stahlbauteile vor einer unzulässigen Erwärmung im Brandfall. Dennoch entscheiden sich Bauherren, Architekten und Planer heute häufig für Brandschutzbeschichtungen. Der Grund liegt in den gestalterischen, konstruktiven und wirtschaftlichen Vorteilen, die moderne Beschichtungssysteme gegenüber klassischen Bekleidungen bieten.
Schlanke Konstruktionen und sichtbarer Stahl
Einer der größten Vorteile von Brandschutzbeschichtungen besteht darin, dass die Stahlkonstruktion sichtbar bleibt. Während Brandschutzplatten oder Bekleidungen die eigentliche Tragkonstruktion vollständig umschließen, wird die Beschichtung direkt auf die Stahloberfläche aufgebracht.
Dadurch bleiben die charakteristischen Konturen von Stahlträgern und Stahlstützen erhalten. Insbesondere bei modernen Bürogebäuden, Industriehallen, öffentlichen Gebäuden oder architektonisch anspruchsvollen Bauwerken ermöglicht dies eine filigrane und hochwertige Optik. Gleichzeitig werden die erforderlichen Feuerwiderstandsklassen erreicht, ohne die Konstruktion durch zusätzliche Bekleidungen zu vergrößern.
Flexible Gestaltungsmöglichkeiten
Brandschutzbeschichtungen bieten Architekten und Bauherren deutlich mehr Gestaltungsfreiheit als klassische Bekleidungssysteme. Nach Abschluss der Beschichtungsarbeiten können die Stahlbauteile in nahezu allen gängigen Farbtönen ausgeführt werden und lassen sich so harmonisch in das architektonische Gesamtkonzept integrieren.
Auch bei komplexen Geometrien, sichtbaren Stahlkonstruktionen oder anspruchsvollen Detailanschlüssen stoßen Beschichtungssysteme häufig an weniger Grenzen als Bekleidungen. Selbst geschwungene Konstruktionen, offene Treppenanlagen oder besondere Stahlbaukonstruktionen können brandschutztechnisch geschützt werden, ohne die gewünschte Optik zu beeinträchtigen.
Wirtschaftlichkeit und Nachrüstbarkeit
Neben den gestalterischen Vorteilen überzeugen Brandschutzbeschichtungen häufig auch durch ihre Wirtschaftlichkeit. Insbesondere bei sichtbaren Stahlkonstruktionen entfällt die aufwendige Unterkonstruktion und Verkleidung, die bei vielen Bekleidungssystemen erforderlich ist.
Darüber hinaus lassen sich Brandschutzbeschichtungen oftmals einfacher an bestehende Konstruktionen anpassen oder im Rahmen von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen nachrüsten. Wartungs-, Kontroll- und Instandhaltungsarbeiten an der Stahlkonstruktion bleiben weiterhin möglich, da die Bauteile zugänglich und sichtbar bleiben.
Welche Lösung im Einzelfall die wirtschaftlichste und technisch sinnvollste ist, hängt jedoch immer von den Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl geeigneter Brandschutzmaßnahmen für Ihre Stahlkonstruktion und unterstützen Sie bereits in der Planungsphase bei der Entwicklung einer wirtschaftlichen und normgerechten Lösung.
Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen
Die Wirksamkeit einer Brandschutzbeschichtung hängt nicht allein vom verwendeten Beschichtungssystem ab. Ebenso entscheidend ist die fachgerechte Verarbeitung auf der Baustelle oder im Werk. Bereits kleine Abweichungen bei der Untergrundvorbereitung, der Schichtdicke oder den Umgebungsbedingungen können die Leistungsfähigkeit der Brandschutzbeschichtung stark beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, alle Anforderungen der jeweiligen Systemzulassung und den technischen Anforderungen der Brandschutzbeschichtung zu kennen. Messgeräte für Nass- und Trockenschichtdicke, sowie zur Ermittlung des Taupunktes sind daher Pflicht bei einer fachgerechten Brandschutzbeschichtung von Stahltragwerken.
Beschichtung im Werk
Die Beschichtung von Stahlbauteilen im Werk bietet optimale Voraussetzungen für eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität. Die Arbeiten erfolgen unter kontrollierten Bedingungen, wodurch Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Trocknungszeiten gezielt überwacht werden können.
In vielen Projekten werden Stahlträger und Stahlstützen bereits vor der Anlieferung auf die Baustelle mit einem Korrosionsschutz und der erforderlichen Brandschutzbeschichtung versehen. Diese Art der Ausführung hat jedoch einen eHaken. Durch den Transport und den Aufbau der Stahlbauteile entstehen regelmäßig Schäden an der Beschichtung. Außerdem können nicht alle Verbindungsteile vorab im Werk beschichtet werden. Schraubverbindungen und Schäden an der gesamten Stahlkonstruktion müssen nachträglich auf der Baustelle ausgeführt und ausgebessert werden. Dieser Aufwand ist oft so groß, dass eine Beschichtung auf der Baustelle ähnlich aufwändig gewesen wäre.
Beschichtung auf der Baustelle
Nicht alle Stahlbauteile können im Werk beschichtet werden. Insbesondere bei Sanierungen, Bestandsgebäuden oder bereits montierten Stahlkonstruktionen erfolgt die Ausführung direkt auf der Baustelle.
Vor Beginn der Beschichtungsarbeiten werden die vorhandenen Untergründe geprüft und gegebenenfalls vorbereitet. In der Regel wurde die Grundierung als Korrosionsschutz bereits im Werk nach gemeinsamer Absprache aufgebracht. Anschließend erfolgt der schichtweise Auftrag des Brandschutzsystems mit geeigneten Spritz- oder Beschichtungsverfahren. Dabei sind die zulässigen Umgebungsbedingungen sowie die vorgegebenen Trocknungs- und Überarbeitungszeiten einzuhalten.
Gerade bei komplexen Bauvorhaben erfordert die Ausführung auf der Baustelle Erfahrung, geschultes Personal und eine sorgfältige Koordination mit anderen Gewerken. Unsere Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung in der Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen und werden regelmäßig durch die Hersteller der eingesetzten Systeme geschult.
Werksbeschichtung oder Baustellenbeschichtung?
Bei Neubauprojekten stellt sich häufig die Frage, ob Brandschutzbeschichtungen bereits im Werk oder erst auf der Baustelle ausgeführt werden sollten. Welche Variante die wirtschaftlichere und technisch sinnvollere Lösung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise vom Bauablauf, den Umgebungsbedingungen, der Jahreszeit sowie den Anforderungen des jeweiligen Projekts.
In der Praxis hat sich häufig eine Kombination aus beiden Verfahren bewährt. Die Grundierung beziehungsweise der Korrosionsschutz wird dabei meist bereits im Werk aufgebracht – oftmals direkt durch den Stahlbauer. Die eigentliche Brandschutzbeschichtung erfolgt anschließend nach der Montage der Stahlkonstruktion auf der Baustelle.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Bauvorhaben, die während der kalten Jahreszeit ausgeführt werden. Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit können die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen erschweren oder zeitweise unmöglich machen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, besonders kritische Bereiche bereits im Werk vorzubeschichten. Dies betrifft insbesondere die oberen Flanschbereiche von Stahlträgern, die nach dem Einbau an Trapezblechdecken oder anderen Bauteilen angrenzen und später nur noch eingeschränkt zugänglich sind.
Nach der Montage der Stahlkonstruktion kann die Gebäudehülle geschlossen werden, sodass die verbleibenden Beschichtungsarbeiten unter deutlich besseren Bedingungen ausgeführt werden können. Durch diese Vorgehensweise lassen sich Bauzeiten optimieren, Qualitätsrisiken minimieren und spätere Zugänglichkeitsprobleme vermeiden.
Welche Ausführungsvariante im Einzelfall sinnvoll ist, sollte bereits in der Planungsphase gemeinsam mit dem Stahlbauer, den Fachplanern und dem ausführenden Brandschutzunternehmen abgestimmt werden. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung unterstützen wir unsere Kunden bereits frühzeitig bei der Auswahl der wirtschaftlichsten und technisch sinnvollsten Lösung.
Qualitätskontrolle und Schichtdickenmessung
Ein wesentlicher Bestandteil jeder Brandschutzbeschichtung ist die laufende Qualitätskontrolle und Dokumentation. Bereits während der Ausführung werden die einzelnen Schichten (Nassschichtdicken) mit einem Messkamm überprüft. Der Taupunkt wird mit einem elektronischen Taupunktmessgerät überwacht. Nach der Beschichtung wird die Trockenschichtdicke gemessen, da diese unmittelbar für die Feuerwiderstandsdauer des Stahlbauteils verantwortlich ist.
Zur Überprüfung kommen spezielle Schichtdickenmessgeräte zum Einsatz, mit denen die aufgebrachten Beschichtungen kontrolliert und dokumentiert werden können. Die Messergebnisse dienen als Nachweis für die fachgerechte Ausführung und bilden einen wichtigen Bestandteil der Projektdokumentation.
Durch die Kombination aus qualifiziertem Personal, modernen Verarbeitungsverfahren und einer konsequenten Qualitätskontrolle stellen wir sicher, dass Brandschutzbeschichtungen die geforderte Schutzwirkung erreichen und dauerhaft ihre Funktion erfüllen.
Warum Zelenka Brandschutztechnik?
Die Planung und Ausführung von Brandschutzbeschichtungen erfordert weit mehr als die Auswahl eines geeigneten Beschichtungssystems. Entscheidend sind die richtige Bemessung, eine fachgerechte Verarbeitung sowie eine lückenlose Qualitätskontrolle. Als spezialisierter Fachbetrieb begleiten wir unsere Kunden von der ersten Planung bis zur fertigen Ausführung und stehen Architekten, Fachplanern, Stahlbauunternehmen und Bauherren als kompetenter Ansprechpartner zur Seite.
Beratung bereits in der Planungsphase
Viele wichtige Entscheidungen werden bereits lange vor Beginn der eigentlichen Beschichtungsarbeiten getroffen. Wir unterstützen unsere Kunden deshalb schon in der Planungsphase bei der Auswahl geeigneter Brandschutzlösungen und helfen dabei, wirtschaftliche und normgerechte Konzepte für Stahlkonstruktionen zu entwickeln. Durch unsere langjährige Erfahrung im vorbeugenden baulichen Brandschutz erkennen wir mögliche Herausforderungen frühzeitig und entwickeln praxisgerechte Lösungen für Neu- und Bestandsbauten.
Unterstützung bei U/A-Wert und Schichtdickenermittlung
Die erforderliche Schichtdicke einer Brandschutzbeschichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der geforderten Feuerwiderstandsklasse spielen insbesondere der Profilfaktor (U/A-Wert) sowie die kritische Stahltemperatur eine entscheidende Rolle. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Ermittlung dieser Werte und stellen auf unserer Internetseite einen leistungsfähigen U/A-Wert-Rechner für Stahlbauteile zur Verfügung. Dadurch erhalten Planer, Stahlbauer und Verarbeiter eine verlässliche Grundlage für die weitere Projektplanung.
Geschulte und zertifizierte Mitarbeiter
Brandschutzbeschichtungen dürfen nur durch qualifizierte Fachkräfte verarbeitet werden. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig durch Hersteller und Prüfinstitute geschult und verfügen über die erforderlichen Kenntnisse zur fachgerechten Ausführung moderner Brandschutzsysteme. Durch kontinuierliche Weiterbildungen stellen wir sicher, dass unsere Arbeitsweise stets den aktuellen technischen Anforderungen entspricht.
Erstklassige Oberflächen
Durch unsere langjährige Erfahrung in der Brandschutzbeschichtung von Stahlbauteilen und den Einsatz moderner Airless-Technologie sind wir in der Lage, hochwertige Oberflächen auch bei großen Schichtdicken zuverlässig zu realisieren. Die Verarbeitung von Dämmschichtbildnern stellt dabei besondere Anforderungen an Material, Gerätetechnik und Fachpersonal. Aufgrund ihrer hohen Viskosität – die in ihrer Konsistenz häufig mit Speisequark verglichen wird – lassen sich diese Beschichtungen nur mit leistungsstarken Anlagen und einer präzisen Abstimmung von Druck, Fördermenge und Düsentechnik fachgerecht applizieren.
Unsere geschulten Mitarbeiter verfügen über das notwendige Know-how, um die Beschichtungsmaterialien gleichmäßig aufzutragen und die geforderten Schichtdicken sicher zu erreichen. Dadurch entstehen hochwertige Oberflächen und gleichzeitig die Grundlage für eine zuverlässige brandschutztechnische Schutzwirkung.
Von Neubauprojekten über komplexe Industrieanlagen bis hin zu anspruchsvollen Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen haben wir bereits zahlreiche Projekte im gesamten Bundesgebiet erfolgreich umgesetzt. Diese Erfahrung ermöglicht es uns, auch bei technisch anspruchsvollen Bauvorhaben wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Lösungen anzubieten.
Dokumentation und Qualitätskontrolle
Eine fachgerechte Brandschutzbeschichtung endet nicht mit dem letzten Farbauftrag. Während der Ausführung kontrollieren und dokumentieren wir die einzelnen Arbeitsschritte sowie die erreichten Schichtdicken. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar erfasst und dienen als Nachweis für die ordnungsgemäße Ausführung des Brandschutzsystems. So schaffen wir Transparenz und Sicherheit für Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen.
Langjährige Erfahrung im baulichen Brandschutz
Als Unternehmen beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit unterschiedlichsten Bereichen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Neben Brandschutzbeschichtungen gehören auch Brandschutzverglasungen, Brandschutzfenster, Brandschutztüren, Brandschutztore sowie Abschottungen von Leitungsanlagen zu unserem Leistungsspektrum. Dieses breite Fachwissen ermöglicht es uns, Brandschutzanforderungen ganzheitlich zu betrachten und auch bei komplexen Bauvorhaben praxisgerechte Lösungen aus einer Hand anzubieten.
FAQ | Fragen und Antworten
Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile werfen in der Praxis häufig Fragen zur Funktion, Ausführung und Feuerwiderstandsdauer auf. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Brandschutzbeschichtungen auf Stahlträgern, Stahlstützen und anderen tragenden Stahlkonstruktionen für Sie zusammengestellt.
Was ist eine Brandschutzbeschichtung?
Eine Brandschutzbeschichtung ist ein spezielles Beschichtungssystem für tragende Stahlbauteile. Im Brandfall schäumt die Beschichtung auf und bildet eine wärmedämmende Schutzschicht, die die Erwärmung des Stahls verzögert. Dadurch bleibt die Tragfähigkeit der Konstruktion über einen definierten Zeitraum erhalten und die geforderte Feuerwiderstandsklasse kann erreicht werden.
Wer darf Brandschutzbeschichtungen ausführen?
Brandschutzbeschichtungen sollten ausschließlich durch qualifizierte Fachbetriebe verarbeitet werden. Die Verarbeitung erfolgt nach den Vorgaben der jeweiligen Hersteller und erfordert Fachkenntnisse bei der Untergrundvorbereitung, der Schichtdickenermittlung sowie der Qualitätskontrolle. Viele Hersteller bieten hierfür spezielle Schulungen und Zertifizierungen an.
Wie kann man Stahl vor Feuer schützen?
Zum Schutz von Stahlbauteilen im Brandfall kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz. Neben Brandschutzbeschichtungen können Stahlträger und Stahlstützen auch durch Brandschutzbekleidungen, Brandschutzplatten oder Betoneinhausungen geschützt werden. Welche Lösung geeignet ist, hängt von den technischen Anforderungen und den architektonischen Vorgaben des jeweiligen Projekts ab.
Wie funktioniert eine Brandschutzbeschichtung?
Brandschutzbeschichtungen enthalten spezielle Inhaltsstoffe, die bei hohen Temperaturen reagieren und aufschäumen. Dabei entsteht eine wärmedämmende Schaumschicht, welche die Wärmeübertragung auf das Stahlbauteil reduziert. Dadurch wird das Erreichen der kritischen Stahltemperatur verzögert und die Tragfähigkeit der Konstruktion länger aufrechterhalten.
Wann müssen Stahlbauteile brandschutztechnisch geschützt werden?
Ob eine Brandschutzbeschichtung erforderlich ist, ergibt sich aus den bauordnungsrechtlichen Anforderungen sowie dem jeweiligen Brandschutzkonzept. In vielen Gebäuden müssen tragende Stahlbauteile eine Feuerwiderstandsdauer von 30, 60 oder 90 Minuten erreichen. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen wäre dies mit ungeschützten Stahlprofilen häufig nicht möglich.
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