Brandschutzbeschichtung Stahl

Brandschutzbeschichtung Stahlstütze
Brandschutzbeschichtung

von Stahlbauteilen

Wir beschichten ihre Stahlbauteile nach
DIN EN 13381-8 (DIN EN 13501-2) für
einen Feuerwiderstand bis zu 180 Minuten
.

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Brandschutzbeschichtung von Stahlbauteilen

Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile sind reaktive Brandschutzsysteme die im Brandfall bei Temperatureinwirkung chemisch reagieren und Stahlbauteile für einen festgelegten Zeitraum vor dem Versagen schützen. Im Brandfall verlieren ungeschützte Stahlbauteile bei einer Temperatureinwirkung von ca. 500°C ihre erforderliche Tragfähigkeit und bedrohen ohne zusätzliche Maßnahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes die Standsicherheit des Gebäudes. Ungeschützte Stahlbauteile erreichen diese kritische Temperatur im Brandfall bereits nach etwa 5 bis 10 Minuten. Der sonst so massive Stahl beginnt sich in Folge dieser Erwärmung zu verformen und droht ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen einzustürzen. Brandschutzbeschichtungen (Brandschutzfarben) haben die Aufgabe, zu verhindern, dass Stahlbauteile die kritische Stahltemperatur erreichen, bei der die Streckgrenze des Stahls auf die im Bauteil vorhandene Spannung absinkt. Reaktive Brandschutzbeschichtungen werden auf Grundlage der DIN EN 13381-8 geprüft und nach DIN EN 13501-2 in den Feuerwiderstandsklassen R15 bis R180 klassifiziert. Der Buchstabe R steht für das französische Wort „Resistance“ und klassifiziert Bauteile mit tragender Funktion ohne Anforderungen an einen Raumabschluss. Die nationale Klassifizierung nach DIN 4102-2 in den Feuerwiderstandsklassen F30, F60 und F90 wird heute nicht mehr angewendet. Gemäß der Leitlinie für Europäische Technische Zulassungen für Brandschutzprodukte ETAG 018-2 und dem EAD-Dokument ist die Verwendbarkeit von Brandschutzbeschichtungssystemen über eine Europäisch technische Bewertung (European Technical Assassment), der sogenannten ETA-Bewertung nachgewiesen. Neben diesem Zulassungsdokument (ETA) regelt in Deutschland eine Allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt-Berlin die Anwendbarkeit dieser Bauart im Sinne der Landesbauordnung. Mittlerweile prüfen alle Systemhersteller Ihre reaktiven Brandschutzbeschichtungssysteme auf Grundlage der DIN EN 13381-8, so dass die Applikation von reaktiven Brandschutzbeschichtungssystemen wie bereits beschrieben auf Grundlage einer Europäischen technischen Bewertung (ETA) und einer Allgemein Bauartgenehmigung (AbG) erfolgt. In Abhängigkeit der kritischen Stahltemperatur von 350°C bis 750°C und dem Profilfaktor, dem sogenannten U/A Wert, regelt die ETA u. a. die erforderliche Schichtdicke um den geprüfte Feuerwiderstandsdauer von bis zu 180 Minuten zu erreichen.

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Die kritische Stahltemperatur

Um zu verhindern, dass sich Stahlbauteile im Brandfall vor Erreichen einer festgelegten Zeitdauer verformen, applizieren wir dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungen profilfolgend unter Berücksichtigung der kritischen Stahltemperatur und dem U/A Faktor des zu schützenden Stahlbauteils direkt auf der Baustelle oder noch vor Auslieferung der zu schützenden Stahlbauteile im Stahlwerk unserer Kunden. Die kritischen Temperaturen sind in den europäischen Bewertungsdokumenten, der ETA von 350 °C bis 750 °C angegeben. Durch die große Temperaturspanne können verschiedene Brandszenarien und Brandmodelle berücksichtigt werden. Die kritische Stahltemperatur in Deutschland liegt in der Regel bei 500°C und kann in anderen EUMitgliedsstaaten regelmäßig abweichen um nationalen Anforderungen an den vorbeugenden baulichen Brandschutz gerecht zu werden. Wie schnell bei einem Vollbrand bereits hohe Temperaturen von ca. 500°C also der kritischen Stahltemperatur erreicht werden, zeigt die nebenstehende Abbildung der Einheitstemperataurzeitkurve (ETK). Sie gilt als allgemein gültiges Brandmodell um das Verhalten von Bauteilen und Baustoffen zu bewerten und ist in den Regelwerken der DIN 4102-2 und der DIN EN 1363-1 enthalten.

Einheits-Temperaturzeitkurve ETK

Der Profilfaktor (U/A-Verhältnis)

Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile beziehen sich in den Verwendbarkeitsnachweisen wie den europäischen Bewertungsdokumenten (ETA) und den Allgemein bauaufsichtlichen Zulassungen (AbZ) des DIBt-Berlin auf den Profilfaktor (U/A Verhältnis / U/A-Wert) des zu beschichtenden Stahlbauteils. Dieser Wert ist für die brandschutztechnische Beurteilung von Brandschutzbeschichtungen von großer Bedeutung. Der Profilfaktor (Am/V) beschreibt rechnerisch das Verhältnis zwischen dem zu beflammbaren Umfang und dem Querschnittsvolumen des zu beschichtenden Stahlbauteils. Er wird in der Einheit m-1 angegeben und gibt Aufschluss darüber welche Schichtdicken nach den Tabellen der Zulassungsdokumente unter Berücksichtigung der kritischen Stahltemperatur erforderlich sind. Über die nachfolgend aufgeführte Formel lässt sich der Profilfaktor (U/A Wert) für offene und geschlossene Stahlbauteile rechnerisch ermitteln.

Formel U/A Wert

Die Ermittlung mittels Taschenrechner und Profiltabellen ist Ihnen zu umständlich? Dann nutzen Sie doch unser kostenloses Tool für die Ermittlung des Profilfaktors der zu beschichtenden Stahlbauteile mit grafischer Darstellung verschiedener Einbausituationen. Wir möchten unsere langjährige Erfahrung bei der Ausführung von reaktiven Brandschutzbeschichtungen, also auch der Ermittlung von U/A Werten, gerne teilen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail wenn Sie bei der Ermittlung des Profilfaktors unsere Unterstützung benötigen.

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Aufbau einer reaktiven Brandschutzbeschichtung

Intumeszierende Brandschutzbeschichtungssysteme für Stahlbauteile bestehen aus einer Grundierung (Korrosionsschutz), dem intumeszierenden Dämmschichtbildner und einem Decklack. Auf die Ausführung einer Deckbeschichtung kann in trockenen Innenbereichen bei einigen Systemen verzichtet werden.

Aufbau einer Brandschutzbeschichtung

Grundierung

Eine Grundbeschichtung ist für die Applikation von Brandschutzbeschichtungssystemen für Stahlbauteile (Baustähle) nach DIN EN 10025-1 mit der Bezeichnung S, außer S185, Maschinenbaustahl (Bezeichnung E) und verzinkten Stahlbauteilen gemäß DIN EN ISO 1461 zwingend erforderlich. Sie schützt das Stahlbauteil vor Korrosionsschäden und dient dem intumeszierenden
ämmschichtbildner als Haftgrund. Grundierungen für Brandschutzbeschichtungssysteme dürfen im Brandfall nicht abtropfen und müssen mit dem nachfolgenden Dämmschichtbildner kompatibel sein. Geprüfte Grundierungen sind in den Europäischen Bewertungsdokumenten aufgeführt. Hersteller von Brandschutzbeschichtungen haben darüber hinaus die Möglichkeit systemfremde Grundbeschichtungen aufgrund der Zusammensetzung für den Beschichtungsaufbau freizugeben.

Wir haben in Absprache mit namenhaften Herstellern reaktiver Brandschutzbeschichtungssysteme für Stahlbauteile die Möglichkeit, bestehende Grundierungen auf Ihre Verträglichkeit zu prüfen und neben Haftungsproblemen erforderliche Flammproben durchzuführen. Welche Grundierung für den Aufbau von intumeszierenden Brandschutzbeschichtungen in Frage kommt, hängt von der Qualität des Untergrundes, der Rauhtiefe und den Umgebungsbedingungen der zu beschichtenden Stahlbauteile ab. Hinweise und Empfehlungen zur Oberflächenvorbereitung und zur Bewertung der Rauhtiefe von Stahlbauteilen sind in der DIN EN ISO 12944-4 und der DIN EN ISO 8502-2 beschrieben.

Dämmschichtbildner

Der intumeszierende Dämmschildner ist das Kernstück einer reaktiven Brandschutzbeschichtung und bildet im Brandfall unter Temperatureinwirkung eine intumeszierende, aufschäumende Kohlenstoffschicht. Diese Kohlenstoffschicht hat auf das Stahlbauteil eine kühlende, isolierende Wirkung und verhindert, dass sich das Stahlbauteil in einer bestimmten Zeitspanne auf die kritische Stahltemperatur erwärmt. Die erforderliche Trockenschichtdicke wird über das U/A Verhältnis, also dem Quotient zwischen Umfang und Querschnittsfläche des Stahlbauteils bemessen. Grundsätzlich gilt, je filigraner das Stahlbauteil, desto dicker muss die Beschichtung zum Schutz des Stahlbauteils ausgeführt werden. Die erforderlichen Trockenschichtdicken sind in den Zulassungsdokumenten, also der Allgemein bauaufsichtlichen Zulassung bzw. der Europäischen Technischen Bewertung (European Technical Assassment / ETA) unter Berücksichtigung der Auslegungstemperaturen von 350°C und 750°C, der Feuerwiderstandsdauer und der Art des Stahlbauteils tabellarisch aufgeführt. Die erforderliche Trockenschichtdicke wird in der Maßangabe µm angegeben und kann je nach Anforderung und System zwischen 200 und 7000 µm liegen.

Zulassungsbedingt erhalten geschlossene Profile, also Rundrohre oder Quadratrohre bei gleichem U/A Wert eine deutlich höhere Schichtdicke als offene Profile wie z. B. Doppel T Träger. Reaktive Brandschutzbeschichtungssysteme zum Schutz von Stahlbauteilen werden in lösemittelhaltige wasserbasierende Systeme unterteilt. Beide Systeme haben in Bezug auf die Anwendbarkeit und Verarbeitung Ihre Vor- und Nachteile. Nahezu alle Systemhersteller haben in der Vergangenheit wasserbasierende, dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungen entwickelt und entsprechende Systemprüfungen durchführen lassen. Wasserbasierende Systeme eignen sich hervorragend für die Verarbeitung in der Innenanwendung sind aber nicht für die Nutzungskategorie Typ X, nach ETAG 018-2 in der Außenanwendung zugelassen. Aufgrund der niedrigen Emissionswerte und der umfangreichen Prüfungen verwenden wir bei der Applikation von reaktiven Brandschutzbeschichtungssystemen im Innenbereich mittlerweile fast ausschließlich wasserbasierende Dämmschichtbildner.

Hier ein Überblick über die geprüften Umgebungsbedingen nach der Leitlinie für Europäische Technische Zulassungen für Brandschutzprodukte ETAG 018-2:

ETAG 018-2 Typ Z2 Verwendung im Innern von Gebäuden
ETAG 018-2 Typ Z1 Verwendung im Innern von Gebäuden mit hoher Luftfeuchtigkeit
ETAG 018-2 Typ Y Verwendung im Innern von Gebäuden unter halbexponierten Bedingungen
ETAG 018-2 Typ X Verwendung im Freien

Decklack

Deckbeschichtungen (Decklacke) schützen den Dämmschichtbildner vor Umwelteinflüssen und bieten durch einkomponentige und zweikomponentige Überzugslacke umfangreiche Möglichkeiten zur farblichen Gestaltung der Stahloberfläche. Unseren Kunden stehen aus den Farbpaletten RAL, NCS und DB eine Vielzahl von Farbtönen zur Auswahl.

Die Verarbeitung von reaktiven Brandschutzbeschichtung

Intumeszierende Brandschutzbeschichtungen werden entweder direkt auf der Baustelle auf die bereits montierten Stahlbauteile oder vor der Montage im Werk des Stahlbaubetriebes per Spritz- oder Handapplikation aufgebracht. Beide Verfahrensweisen haben Ihre Vor- und Ihre Nachteile. Werkseitige Brandschutzbeschichtungen werden während dem Transport und der Lagerung auf der Baustelle schnell beschädigt. Schraubenköpfe, Anschlüsse und angrenzende Stahlbauteile müssen bei einer nachträglichen Beschichtung auf der Baustelle nachträglich beschichtet werden. Für die Verarbeitung von Werksbeschichtung stehen Epoxid-Systeme oder schnelltrocknende Dämmschichtbildner zur Verfügung. Eine Nacharbeit ist aber auch bei diesen Systemen erforderlich. In der Regel empfehlen wir eine direkte Ausführung der Brandschutzbeschichtung auf der Baustelle. So erhalten die zu beschichtenden Stahlbauteile eine homogene Oberfläche ohne Ausbesserung von Transport- und Montageschäden. Wir empfehlen die Beschichtung im Rohbauzustand auszuführen, so dass Abdeck- und Abklebearbeiten in einem vertretbaren Verhältnis liegen. In den meisten Fällen kommt es auf den idealen Zeitpunkt der Beschichtung an und nicht immer ist eine Beschichtung vor Ort überhaupt möglich. Es gilt also immer abzuwägen, welche Ausführungsvariante für das Projekt die bessere Wahl ist. Gerne beraten oder Unterstützung wir Sie bereits in der Planungsphase.

Brandschutzbeschichtung im Airless Spritzverfahren
Brandschutzbeschichtung Hebebühne Zelenka Brandschutztechnik
Brandschutzbeschichtung Baustelle Zelenka Brandschutztechnik

Dünnschichtige, dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungssysteme unterscheiden sich bei einer Verarbeitung im Airless-Spritzverfahren optisch nicht wesentlich von einer grundierten und lackierten Stahloberfläche. Die Stahlprofile bleiben nach der Applikation von reaktiven Brandschutzbeschichtungssystemen visuell erhalten und lassen sich auf diese Weise architektonisch in das Gebäudebild einfügen. Für ein optimales Oberflächenbild setzen wir moderne Airless-Spritzgeräte ein, die mittels hydraulisch oder elektrisch betriebenen Kolbenpumpen die einzelnen Komponenten (Grundierung / Dämmschichtbildner / Decklack) mit hohem Druck zerstäuben. Auf diese Weise entsteht als Ergebnis eine wirtschaftlich, qualitativ hochwertige Oberfläche die sich optisch kaum von „gewöhnlich“ lackierten Stahloberflächen unterscheidet. Durch unsere langjährige Erfahrung bei der Beschichtung von Stahlbauteilen, wissen wir welche Faktoren neben handwerklichen Fähigkeiten auf das Ergebnis einer optisch gelungenen Brandschutzbeschichtung besonderen Einfluss nehmen. Parameter wie Druck, Düsengröße und Temperatur sind u. a. entscheidend für die optische Qualität der reaktiven Brandschutzbeschichtung. Die Überwachung von Oberflächentemperatur, Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchte erfolgt während unserer Ausführung aus Sicherheitsgründen durch elektronische Taupunktmessgeräte wie das Elcometer 319. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Stahltemperatur mindestens drei 3°C über dem Taupunkt liegt um die Gefahr von Kondenzwasserniederschlag zu vermeiden.

Da wir nicht nur dünnschichtigen Brandschutzbeschichtungen zum Schutz vor Zellulosebränden, im Hochbau, sondern auch zweikomponentige Expoxid-Brandschutzbeschichtungen zum Schutz vor Kohelnwasserstoffbränden (hydrocarbon fire / Jet fire) für den Einsatz in Chemieanlagen, petrochemischen Anlagen und Raffinerien mit einem Festkörpervolumen von 100% verarbeiten, verfügen wir über einen Maschinenpark der für jeden Einsatz den passenden Maschinentyp bietet.
Natürlich gibt es auch bauliche Situationen wie z. B. Server- und Technikräume, die den Einsatz von Airless-Geräten ausschließen und auf eine Verarbeitung mittels Rolle und Pinsel angewiesen sind.
Eine Handapplikation sollte jedoch nur in solchen Fällen angewendet werden, in den eine maschinelle Beschichtung nicht möglich ist. Reaktive Brandschutzbeschichtungen sind technisch hochentwickelte Beschichtungssysteme die nach den Zulassungsdokumenten erforderliche Trockenschichtdicken aufweisen müssen. Die Messung der Trockenschichtdicken erfolgt durch elektronische Ultraschall Messgeräte und ist Bestandteil der brandschutztechnischen Dokumentation.

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Hersteller und Materialien

Dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtungssysteme zum Schutz von Stahlbauteilen für Zellulosebränden werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Bei der Verarbeitung von reaktiven Brandschutzbeschichtungen verarbeiten wir vorwiegend Produkte der Hersteller Rudolf Hensel, Hempel, Sika, International und Nullifire. Alle aufgeführten Hersteller überzeugen durch qualitativ sehr hochwertige Brandschutzbeschichtungen, die sich maschinell sehr gut verarbeiten lassen. Nachfolgende möchten wir Ihnen die verschiedenen Systeme der bekanntesten Marken vorstellten.

Logo Hensel
Logo Hempel
Logo Sika
Logo Nullifire

Rudolf Hensel

Die Firma Rudolf Hensel mit Sitz in Börnsen bei Hamburg setzt vorwiegend auf die Herstellung von wasserbasierenden Brandschutzbeschichtungen. Hier gab es in der Vergangenheit eine Vielzahl von umfangreichen Systemprüfungen. Alle Systeme sind nach DIN EN 13381-8 geprüft, nach DIN EN 13501-2 zugelassen und verfügen für die Anwendung über Allgemeine Bauartgenehmigung (AbG) des DIBt-Berlin. Aktuell hat die Firma Rudolf Hensel fünf verschiedene Stahlbrandschutzbeschichtungen im Programm:

Hensotherm 421 KS R15 – R180 Wasserbasierend Baustelle
Hensotherm 410 KS R15 – R60 Wasserbasierend Baustelle
Hensotherm 310 KS rapid R15 – R60 Lösemittelhaltig Entwickelt für die werkseitige Beschichtung
Hensotherm 310 KS outdoor R15 – R60 Lösemittelhaltig Entwickelt für die Außenanwendung
Hensotherm 910 KS R15 – R60 Epoxid-System Entwickelt für die werkseitige Beschichtung

Hensotherm 421 ist ein Allrounder unter den wasserbasierenden Brandschutzbeschichtungssystemen und verfügt über zusätzliche Bescheinigungen und Umweltdeklarationen wie z. B. LEED v4, DNGB, EPD. Mit dem System Hensotherm 910 KS hat die Firma Rudolf Hensel erstmals eine widerstandsfähige zweikomponentige Epoxid-Brandschutzbeschichtung für werkseitige Beschichtungen in der Innen- und Außenanwendung auf den Markt gebracht.

Hempel

Die Firma Hempel produziert seit Jahrzehnten dünnschichtige intumeszierende Brandschutzbeschichtungssysteme für den passiven Brandschutz im Bereich von Zellulosebränden. Die Serien Hempacore und Hempafire Pro zeichnen sich durch überwiegend niedrige Trockenfilmdicken aus.

Hempacore AQ 48860 R15 – R180 Wasserbasierend Baustelle
Hempacore One 43600 R15 – R60 Wasserbasierend Baustelle
Hempacore One FD 43601 R15 – R60 Lösemittelhaltig Entwickelt für die werkseitige Beschichtung
Hempafire Pro 315 R15 – R60 Lösemittelhaltig Entwickelt für die Außenanwendung

Brandschutzbeschichtung von Kappenträgern

Als zertifizierter und zugelassener Verarbeiter reaktiver Brandschutzsysteme beschichtet unser Unternehmen bundesweit Kappenträger in Feuerwiderstandsklassen F30, F60 und F90 gem. DIN 4102-2 und R30, R60 und R90 nach DIN EN 13381-8 / 13501-2 direkt auf der Baustelle zu günstigen Preisen.

Bei gewölbten Kappendecken (Preußische Kappendecke oder Berliner Gewölbe) handelt es sich um eine Deckenkonstruktion, die vorwiegend im 19. Jahrhundert als gestalterische Geschossdecke oder Kellerdecke (Kellergewölbe) verbaut wurde. Da diese Deckenkonstruktion im 19. Jahrhundert als besonders stabil galt, sind diese gewölbten Decken häufig in alten Fabriken oder Werkhallen zu finden. Die gewölbten Deckensegmente bestehen in der Regel aus gemauerten Ziegelsteinen. Zwischen den gewölbten Segmenten wurden für gewöhnlich I-Träger (Doppel-T-Träger) als Widerlager verbaut, deren untere Flanschseiten sichtbar geblieben sind. Im Brandfall sind Kappenträger an der Unterseite ungeschützt und können durch Verformung zum Einsturz der gesamten Kappendecke führen. Sofern die gewölbten Deckensegmente eine ausreichende Feuerwiderstandsdauer besitzen, sind die Kappenträger an der Unterseite brandschutztechnisch zu schützen. Dies kann beispielsweise durch das Aufbringen von reaktiven Brandschutzsystemen (Brandschutzbeschichtungen / Brandschutzfarben / Dämmschichtbildnern) geschehen. Hierzu müssen die Unterseiten der Kappenträger zunächst von Altanstrichen und Rost (eventuell entstandenen Korrosionsschäden) gereinigt werden. Als effektivste Methode hat sich bei der Reinigung von Kappenträgern das Sandstrahlverfahren (Sandstrahlen von Kappenträgern) bewährt, wobei eine gründliche Handentrostung unter Umständen ebenfalls möglich ist, so lange der geforderte Reinheitsgrad erzielt wird. Zugelassene Korrosionsbeschichtungen bilden anschließend die Grundbeschichtung nachfolgender Brandschutzbeschichtungen (Brandschutzfarben / Dämmschichtbildnern). Unser Unternehmen verwendet bei der Grundierung von Kappenträgern zugelassene 2-Komponenten Epoxid-Zinkphosphat Grundierungen um Korrosionsschutz und Haftung optimal zu gewährleisten.

Durch das Aufbringen intumeszierender Dämmschichtbildner erreichen Kappenträger eine Feuerwiderstandsdauer von 30, 60 oder 90 Minuten und werden in der Feuerwiderstandsklasse F30, F60 und F90 nach DIN 4102-2 oder R30, R60 und R90 nach DIN EN 13501-2 klassifiziert, wobei eine Prüfung nach DIN EN 13381-8 und Beschichtung auf Basis der europäischen Technischen Spezifikation in Verbindung mit einer Allgemein bauaufsichtlichen Bauartgenehmigung unter Berücksichtigung der entsprechenden U/A Werte mittlerweile zum Standard geworden ist. Neben der brandschutztechnischen Ertüchtigung liegt der Vorteil von reaktiven Brandschutzbeschichtungen bei Kappenträgern ganz klar in der optischen und farblichen Gestaltung durch den Einsatz von Deckbeschichtungen in RAL, NCS und DB-Farbtönen. letztere sind bei der Brandschutzbeschichtung von Kappenträgern erfahrungsgemäß besonders beliebt. Sie werden neben dunklen RAL Farbtönen am häufigsten bei der Sanierung von alten Fabrikhallen in moderne Lofts verwendet und verleihen der historischen Kappendecke einen ganz besonderen Charm. DB-Farbtöne (Eisenglimmerfarben) stammen ursprünglich aus den technischen Lieferbedingungen der Deutschen Bahn und unterscheiden sich in erster Linie durch das Effektpigment Eisenglimmer. Die beliebtesten Farbtöne aus der DB-Reihe sind DB701, DB702 und DB703.

Brandschutzbeschichtung Kappenträger
Brandschutzbeschichtung Kappenträger
Brandschutzbeschichtung Kappenträger

Brandschutzbeschichtung von Stahltreppen

Stahltreppen sind bei Architekten sehr beliebt. Planung und Ausführung kollidieren jedoch oftmals mit brandschutztechnischen Anforderungen und Vorschriften. So fordert beispielsweise die Musterbauordnung (MBO), dass tragende Teile notwendiger Treppen in Gebäudeklasse 5 feuerhemmend aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen sind. Eine Ausführung als Stahlkonstruktion ist ohne zusätzliche Maßnahmen des passiven Brandschutzes in der Regel nicht möglich. Unter bestimmten Voraussetzung, wie z. B. der Einhaltung von U/A Werten und der Berücksichtigung von Grenzwerten bei der Auslastung der zu beschichtenden Stahlprofile, ist die Brandschutzbeschichtung eine mögliche Ausführungsvariante. Durch die Beschichtung der tragenden Stahlbauteile durch intumeszierende Feuerschutzbeschichtungen und der Verwendung geeigneter Trittstufen bleibt die Stahltreppe optisch in Ihrer Architektur erhalten und erfüllt auf elegante Weise die gesetzlich geforderten Anforderungen an den Feuerwiderstand.

Brandschutzbeschichtung R30
Wasserbasierende Brandschutzbeschichtung nach DGNB
Brandschutzbeschichtung R60
Brandschutzbeschichtung im Airless Spritzverfahren für optimale Oberflächen
Brandschutzbeschichtung R60
Brandschutzbeschichtung im Airless Spritzverfahren für optimale Oberflächen
Brandschutzbeschichtung Hensotherm 421 KS | Decklack im Farbton RAL 7034
Brandschutzbeschichtung R30
Wasserbasierende Brandschutzbeschichtung Hensotherm 421 KS
Brandschutzbeschichtung R30
Hensotop WB Green auf einer Brandschutzbeschichtung Hensotherm 421 KS
Brandschutzbeschichtung R90
Brandschutzbeschichtung mit farbigem Decklack auf einer Stahlstütze
Brandschutzbeschichtung R30
Dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtung auf Wasserbasis
Brandschutzbeschichtung R30
Fachwerkträger mit einer dämmschichtbildenden Brandschutzbeschichtung
Brandschutzbeschichtung R30
Stahlbühne mit einer intumeszierenden Brandschutzbeschichtung
Brandschutzbeschichtung R30
Stahlfachwerk mit einer dämmschichtbildenden Brandschutzbeschichtung
Brandschutzbeschichtung R60
Brandschutzbeschichtung von Stahlbauteilen mit Hensotherm 421 KS
Brandschutzbeschichtung R30
Brandschutzbeschichtung Hensotherm 421 KS auf einem Stahlbauteil
Brandschutzbeschichtung R30
Brandschutzbeschichtung Hensotherm 421 KS bei einem Fachwerk aus Stahl
Brandschutzbeschichtung R30
Brandschutzbeschichtung von einem Fachwerkträger in Berlin
Brandschutzbeschichtung R30
Brandschutzbeschichtung von einem Fachwerkträger aus Stahl
Brandschutzbeschichtung R30
Brandschutzfarbe Hensotherm 421 KS auf einem Fachwerkträger
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Preisanfrage | Brandschutzbeschichtung

Starten Sie eine kurze, kostenlose und für Sie unverbindliche Preisanfrage für die Brandschutzbeschichtung von Stahlbauteilen. Wir werden Ihre Anfrage kurzfristig bearbeiten und senden Ihnen schnellstmöglich ein kostengünstiges Angebot zu. Grundrisse, Fotos oder ähnliche Dokumente können Sie am Ende des Formulars ganz einfach hochladen und zur Angebotserstellung an uns übermitteln.


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FAQ | Fragen und Antworten ...

Wer darf Brandschutzbeschichtungen ausführen?

Brandschutzbeschichtungen werden von zertifizierten Unternehmen und Personen ausgeführt, die über ausreichend Erfahrung auf dem Gebiet verfügen. In der Vergangenheit wurden die Anforderungen an die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungssystemen in den allgemein bauaufsichtlichen Zulassungen des DIBt-Berlin unter Punkt 4.1 wie folgt geregelt: "Der Dämmschichtbildner darf nur von Fachkräften aufgebracht werden, die mit der Wirkungsweise und der Verarbeitungsweise des reaktiven Brandschutzsystems durch den Hersteller des Dämmschichtbildners in intensiver Schulung vertraut gemacht worden sind. Über die Schulung der Fachkräfte hat der Hersteller Aufzeichnungen anzufertigen und diese der fremdüberwachenden Stelle auf Verlangen vorzulegen.
Mit Änderung der MBO werden Brandschutzbeschichtungen als Bauarten definiert. Dieser Bescheidtyp ersetzt seit 2007 die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) für Bauarten und ist auch bei Systemen die über Europäische Technische Bewertungen geregelt sind, erforderlich. Die Voraussetzungen für die Verarbeitung von reaktiven Brandschutzbeschichtungssystemen sind in den Allgemeinen Bauartgenehmigungen unter Punkt 2.2.1 wie folgt geregelt: "Die Beschichtungsstoffe dürfen nur von Fachkräften aufgebracht werden, die mit der Wirkungsweise und der Verarbeitungsweise der reaktiven Brandschutzbeschichtung durch den Hersteller des Dämmschichtbildners in intensiver Schulung vertraut gemacht worden sind. Über die Schulung der Fachkräfte hat der Hersteller Aufzeichnungen anzufertigen".

Ist eine Beschichtung von verzinkten Stahlbauteilen möglich?

Eine Beschichtung von verzinkten Stahlbauteilen ist möglich. Vor dem Aufbringen einer zugelassenen Grundierung ist bei verzinkten Stahlprofilen eine Oberflächenvorbereitung erforderlich. Diese erfolgt entweder durch Sweepstrahlen oder das Aufbringen einer chemischen Beizlösung.

Was passiert mit angrenzenden, nicht tragenden Stahlbauteilen?

Stahlkonstruktionen, die keiner Feuerwiderstandsklasse angehören und an tragende und aussteifende Bauteile mit einer brandschutztechnischen Anforderung anschließen, müssen gemäß DIN 4102 auf eine festgelegte Länge in Abhängigkeit zum U/A-Faktor des anzuschließenden Stahltragwerkes mitbeschichtet werden. Bei Feuerwiderstandsklassen F30 bis F90 beträgt diese Länge mindestens 30cm. Die Brandschutzbeschichtung angrenzender nichttragender Stahlbauteile soll eine mögliche Wärmeeinwirkung auf tragende Stahlbauteile verhindern.

Darf der Decklack durch handelsübliche Lacke und Dispersionsfarben überstrichen werden?

Nein. Es dürfen ausschließlich systemgeprüfte, zugelassene Deckbeschichtungen (Decklacke) verwendet werden. Bei nicht Beachtung verliert das komplette System seine Zulassung und der Verarbeiter der dämmschichtbildenden Brandschutzbeschichtung ist aus der Gewährleistung raus.