Brandschutz­beschichtung F30 / R30 für Stahl­Bauteile

Brandschutzbeschichtungen F30 / R30, auch Brandschutzanstriche oder Brandschutzfarben genannt, gehören zu den am häufigsten eingesetzten Brandschutzmaßnahmen für tragende Stahlbauteile. Sie ermöglichen einen Feuerwiderstand von 30 Minuten und werden überall dort eingesetzt, wo Stahlträger, Stahlstützen oder andere tragende Stahlkonstruktionen feuerhemmend ausgeführt werden müssen. Durch den Einsatz moderner Dämmschichtbildner lässt sich die Erwärmung der Stahlbauteile im Brandfall wirksam verzögern, sodass die Tragfähigkeit der Konstruktion über den geforderten Zeitraum erhalten bleibt.

Im Vergleich zu höheren Feuerwiderstandsklassen wie F60 / R60 oder F90 / R90 sind bei einer Brandschutzbeschichtung F30 häufig geringere Schichtdicken erforderlich. Dadurch stellt sie in vielen Projekten eine wirtschaftliche Lösung dar, insbesondere wenn sichtbare Stahlkonstruktionen erhalten bleiben sollen und eine Brandschutzbekleidung nicht gewünscht ist.

Als erfahrener Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen unterstützen wir Bauherren, Architekten, Fachplaner und Stahlbauer bei der Planung und Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30. Von der Ermittlung der erforderlichen Schichtdicken über die fachgerechte Applikation bis hin zur Dokumentation und Qualitätskontrolle erhalten Sie bei Zelenka Brandschutztechnik alle Leistungen aus einer Hand.

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Was bedeutet F30 bzw. R30 bei Brandschutzbeschichtungen?

Brandschutzbeschichtungen F30 bzw. R30 dienen dem Schutz tragender Stahlbauteile vor einer unzulässigen Erwärmung im Brandfall. Sie sorgen dafür, dass Stahlträger, Stahlstützen ihre Tragfähigkeit für mindestens 30 Minuten aufrechterhalten können. Die Feuerwiderstandsdauer wird durch eine spezielle Brandschutzbeschichtung erreicht, die im Brandfall aufschäumt und eine wärmedämmende Schutzschicht bildet.

Unterschied zwischen F30 und R30

Die Bezeichnungen F30 und R30 beschreiben grundsätzlich dieselbe Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten, basieren jedoch auf unterschiedlichen Regelwerken.

Die Bezeichnung F30 stammt aus nationalen Klassifizierungssystemen und wird auch heute noch häufig im Sprachgebrauch verwendet. Insbesondere Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen sprechen oftmals weiterhin von einer Brandschutzbeschichtung F30.

Die heute gültige europäische Klassifizierung für tragende Bauteile erfolgt hingegen nach DIN EN 13501. Für tragende Stahlkonstruktionen wird dabei die Bezeichnung R30 verwendet. Der Buchstabe „R“ steht für die Tragfähigkeit (Resistance) eines Bauteils im Brandfall. Eine Brandschutzbeschichtung R30 stellt somit sicher, dass das Stahlbauteil seine tragende Funktion für mindestens 30 Minuten aufrechterhalten kann.

In der Praxis werden die Begriffe F30 und R30 daher häufig synonym verwendet, obwohl die europäische Klassifizierung R30 fachlich die korrekte Bezeichnung für tragende Stahlbauteile darstellt.

Welche Anforderungen erfüllt eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30?

Die Aufgabe einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30 besteht darin, die Erwärmung eines Stahlbauteils so weit zu verzögern, dass dessen Tragfähigkeit während der geforderten Feuerwiderstandsdauer erhalten bleibt. Ungeschützte Stahlbauteile erreichen bereits nach kurzer Zeit Temperaturen, bei denen sie einen erheblichen Teil ihrer Festigkeit verlieren können.

Durch die aufschäumende Wirkung der Brandschutzbeschichtung wird der Wärmeeintrag in das Stahlbauteil reduziert. Dadurch wird das Erreichen der kritischen Stahltemperatur verzögert und die Konstruktion bleibt länger standsicher.

Eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 erfüllt somit drei wesentliche Anforderungen:

  • Erhalt der Tragfähigkeit tragender Stahlbauteile im Brandfall
  • Feuerwiderstand von mindestens 30 Minuten
  • Schutz vor einer kritischen Erwärmung der Stahlkonstruktion

Welche Schichtdicke hierfür erforderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Profilfaktor (U/A-Wert), der kritischen Stahltemperatur und der jeweiligen Einbausituation des Stahlbauteils ab.

Bundesweite Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30

Die fachgerechte Ausführung einer Brandschutzbeschichtung entscheidet maßgeblich darüber, ob die geforderte Feuerwiderstandsdauer im Brandfall tatsächlich erreicht wird. Als spezialisierter Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen unterstützen wir unsere Kunden von der ersten Planung bis zur abschließenden Dokumentation. Dabei realisieren wir Projekte bundesweit für Stahlbauer, Generalunternehmer, Industrieunternehmen, öffentliche Auftraggeber und private Bauherren.

Unsere langjährige Erfahrung beschränkt sich nicht nur auf klassische Brandschutzbeschichtungen im Hochbau. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Projekte in der chemischen Industrie und in industriellen Anlagen umgesetzt, bei denen deutlich höhere Anforderungen an den Feuerwiderstand, die Umgebungsbedingungen und die Ausführung gestellt werden. Dieses Know-how fließt in jedes unserer Projekte ein – vom einzelnen Stahlträger bis zur komplexen Stahlkonstruktion.

Brandschutzbeschichtung - Zelenka Brandschutztechnik
Brandschutzbeschichtung - Zelenka Brandschutztechnik
Brandschutzbeschichtung - Zelenka Brandschutztechnik

Beratung und Planung

Bereits in der Planungsphase unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung wirtschaftlicher und normgerechter Brandschutzlösungen. Dabei beraten wir zu Feuerwiderstandsklassen, Beschichtungssystemen, Profilfaktoren (U/A-Werten), kritischen Stahltemperaturen sowie den projektspezifischen Anforderungen an die Ausführung.

Durch unsere Erfahrung aus dem Hochbau, dem Anlagenbau und der chemischen Industrie können wir auch anspruchsvolle Rahmenbedingungen frühzeitig bewerten und gemeinsam mit Planern, Stahlbauern und Bauherren praktikable Lösungen entwickeln. Eine sorgfältige Planung trägt entscheidend dazu bei, spätere Mehrkosten, Verzögerungen oder Ausführungsprobleme zu vermeiden.

Ausführung durch zertifizierte Lackierer

Die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen stellt hohe Anforderungen an Materialkenntnis, Gerätetechnik und handwerkliche Ausführung. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig durch die Hersteller der eingesetzten Beschichtungssysteme geschult und verfügen über die erforderlichen Qualifikationen zur fachgerechten Verarbeitung moderner Dämmschichtbildner.

Mit leistungsstarken Airless-Anlagen und moderner Messtechnik sind wir in der Lage, sowohl kleinere Bauvorhaben als auch großflächige Stahlkonstruktionen wirtschaftlich und termingerecht auszuführen. Dabei profitieren unsere Kunden von unserer Erfahrung aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen – von Bürogebäuden und Gewerbehallen bis hin zu Industrieanlagen mit erhöhten Anforderungen an den Brandschutz.

Dokumentation und Qualitätssicherung

Eine hochwertige Brandschutzbeschichtung endet nicht mit dem letzten Beschichtungsauftrag. Während der gesamten Ausführung kontrollieren und dokumentieren wir die einzelnen Arbeitsschritte sowie die erreichten Schichtdicken. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar erfasst und bilden die Grundlage für eine transparente Qualitätskontrolle.

Durch regelmäßige Schichtdickenmessungen und die konsequente Überwachung der Ausführung stellen wir sicher, dass die Anforderungen des jeweiligen Beschichtungssystems eingehalten werden. So erhalten unsere Kunden die Gewissheit, dass die Brandschutzbeschichtung nicht nur optisch überzeugt, sondern auch die geforderte brandschutztechnische Schutzwirkung zuverlässig erfüllt.

Typische Einsatzbereiche von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30

Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 kommen überall dort zum Einsatz, wo tragende Stahlbauteile eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 Minuten erreichen müssen. Während die Anforderungen im klassischen Wohnungsbau häufig über massive Bauweisen erfüllt werden, spielen feuerhemmende Brandschutzbeschichtungen insbesondere im Industrie-, Gewerbe- und Sonderbau eine wichtige Rolle. Die konkreten Anforderungen ergeben sich dabei aus den jeweiligen Landesbauordnungen, Sonderbauvorschriften sowie den objektspezifischen Brandschutzkonzepten.

Hallen- und Gewerbebauten

Zu den häufigsten Einsatzbereichen von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 zählen Industriehallen, Produktionsstätten, Lagergebäude und Gewerbebauten. Hier kommen oftmals weit gespannte Stahltragwerke zum Einsatz, die im Brandfall für einen definierten Zeitraum standsicher bleiben müssen.

Da Stahlkonstruktionen in Hallen häufig sichtbar bleiben sollen und eine wirtschaftliche Lösung gefragt ist, stellen Brandschutzbeschichtungen eine bewährte Alternative zu Bekleidungen dar. Insbesondere bei Industriehallen werden tragende Stahlträger und Stahlstützen häufig mit feuerhemmenden Brandschutzbeschichtungen geschützt, um die Anforderungen des Brandschutzkonzeptes zu erfüllen.

Büro- und Verwaltungsgebäude

Auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden werden Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 regelmäßig eingesetzt. Moderne Architektur setzt zunehmend auf offene Grundrisse und sichtbare Tragkonstruktionen aus Stahl. Brandschutzbeschichtungen ermöglichen es, diese Gestaltungskonzepte umzusetzen und gleichzeitig die erforderlichen Anforderungen an den Feuerwiderstand zu erfüllen.

Gerade bei mehrgeschossigen Gebäuden können tragende Stahlbauteile Bestandteil der Haupttragkonstruktion sein und müssen entsprechend den brandschutztechnischen Vorgaben geschützt werden.

Stahlträger und Stahlstützen im Innenbereich

Der klassische Anwendungsfall einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30 ist der Schutz von Stahlträgern und Stahlstützen innerhalb von Gebäuden. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen würden sich diese Bauteile im Brandfall sehr schnell erwärmen und ihre Tragfähigkeit verlieren.

Durch die Beschichtung mit einem Dämmschichtbildner wird die Erwärmung des Stahls verzögert, sodass die Konstruktion ihre tragende Funktion über die geforderte Feuerwiderstandsdauer aufrechterhalten kann. Die erforderliche Schichtdicke richtet sich dabei unter anderem nach dem Profilfaktor (U/A-Wert), der kritischen Stahltemperatur und der jeweiligen Einbausituation.

Sichtbare Stahlkonstruktionen

Besonders beliebt sind Brandschutzbeschichtungen bei sichtbaren Stahlkonstruktionen. Während Brandschutzbekleidungen die Konstruktion vollständig verdecken, bleibt bei einer Beschichtung die charakteristische Optik von Stahlträgern, Stahlstützen und anderen Tragwerkselementen erhalten.

Dadurch eignen sich Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 insbesondere für architektonisch anspruchsvolle Gebäude, Eingangsbereiche, Ausstellungsflächen, Bürogebäude oder Gewerbeobjekte, bei denen die Stahlkonstruktion bewusst als Gestaltungselement eingesetzt wird. Gleichzeitig wird die geforderte Feuerwiderstandsdauer erreicht, ohne die Konstruktion optisch zu beeinträchtigen.

Schichtdicken und Anforderungen bei F30 / R30

Die erforderliche Schichtdicke einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30 lässt sich nicht pauschal festlegen. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab und muss für jedes Stahlbauteil individuell ermittelt werden. Entscheidend sind insbesondere der Profilfaktor (U/A-Wert), die kritische Stahltemperatur sowie die Einbausituation des jeweiligen Bauteils.

Bei einer fehlerhaften Bemessung kann die erforderliche Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten im Brandfall unter Umständen nicht erreicht werden. Deshalb erfolgt die Ermittlung der Schichtdicken auf Grundlage der jeweiligen Zulassungen, technischen Bewertungen und Herstellervorgaben.

Einfluss des U/A-Wertes

Der Profilfaktor, auch U/A-Wert genannt, beschreibt das Verhältnis zwischen der brandbeanspruchten Oberfläche eines Stahlbauteils und seiner Querschnittsfläche. Er gibt damit Auskunft darüber, wie schnell sich ein Stahlprofil im Brandfall erwärmt.

Je höher der U/A-Wert ist, desto schneller steigt die Temperatur des Stahlbauteils an und desto größer muss die Schichtdicke der Brandschutzbeschichtung ausfallen. Schlanke Stahlprofile benötigen daher häufig höhere Beschichtungsdicken als massive Profile mit größerem Stahlquerschnitt.

Neben der Profilgeometrie spielt auch die Einbausituation eine entscheidende Rolle. Ob ein Stahlträger vierseitig, dreiseitig oder nur teilweise brandbeansprucht wird, beeinflusst den U/A-Wert erheblich und kann zu unterschiedlichen Schichtdicken führen.

Zur Unterstützung von Planern, Stahlbauern und Verarbeitern stellen wir auf unserer Internetseite einen kostenlosen U/A-Wert-Rechner für Stahlbauteile zur Verfügung. Das Tool berücksichtigt verschiedene Profilarten und Einbausituationen und ermöglicht eine schnelle Ermittlung des passenden Profilfaktors.

Einfluss der kritischen Stahltemperatur

Ein weiterer wichtiger Bemessungsparameter ist die kritische Stahltemperatur. Sie beschreibt die Temperatur, bei der ein Stahlbauteil seine für den Lastabtrag erforderliche Tragfähigkeit verliert.

Für die Bemessung von Brandschutzbeschichtungen wird in Deutschland bei vielen Standardanwendungen häufig eine kritische Stahltemperatur von 500 °C zugrunde gelegt. Dieser Wert orientiert sich an den brandschutztechnischen Nachweisen unter Berücksichtigung der Einheitstemperaturzeitkurve (ETK), die als Grundlage vieler Feuerwiderstandsprüfungen dient.

Je niedriger die anzusetzende kritische Stahltemperatur ist, desto größer fällt die erforderliche Schichtdicke der Brandschutzbeschichtung aus. Umgekehrt können bei höheren kritischen Temperaturen häufig geringere Schichtdicken ausreichend sein.

Warum jedes Bauteil individuell betrachtet werden muss

Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer stellt, unterscheiden sich die erforderlichen Schichtdicken teilweise erheblich. Die tatsächliche Beschichtungsdicke ergibt sich immer aus dem Zusammenspiel von Profilfaktor, kritischer Stahltemperatur, Feuerwiderstandsklasse und Einbausituation.

Bei offenen Stahlprofilen wie IPE-, HEA-, HEB- oder HEM-Trägern liegen die erforderlichen Trockenschichtdicken für eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 häufig zwischen etwa 300 µm und 1.300 µm. Geschlossene Profile wie Rundrohre oder Quadratrohre weisen aufgrund ihres abweichenden Profilfaktors oftmals höhere Anforderungen auf. Hier können Schichtdicken zwischen etwa 300 µm und 1.800 µm erforderlich werden.

Eine pauschale Aussage zur erforderlichen Beschichtungsdicke ist daher nicht möglich. Jedes Stahlbauteil muss individuell bewertet und entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Beschichtungssystems bemessen werden. Durch unsere langjährige Erfahrung unterstützen wir Planer, Stahlbauer und Bauherren bei der Ermittlung der erforderlichen Schichtdicken und der Auswahl geeigneter Brandschutzsysteme.

U/A-Wert berechnen

Nutzen Sie unseren kostenlosen U/A-Wert-Rechner für Stahlträger, Stahlstützen, Hohlprofile und Kappenträger. Das Tool berücksichtigt verschiedene Einbausituationen und unterstützt bei der Ermittlung des passenden Profilfaktors für Ihre Brandschutzbeschichtung.

Vorteile einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30

Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 gehören zu den wirtschaftlichsten Lösungen, um tragende Stahlbauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten auszustatten. Insbesondere in Industriehallen, Gewerbebauten, Bürogebäuden und Sonderbauten bieten sie zahlreiche Vorteile gegenüber klassischen Brandschutzbekleidungen. Neben der zuverlässigen Schutzwirkung überzeugen sie durch geringe Schichtdicken, flexible Gestaltungsmöglichkeiten und eine wirtschaftliche Ausführung.

Wirtschaftliche Lösung für feuerhemmende Konstruktionen

Für viele Bauvorhaben stellt eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 die wirtschaftlichste Möglichkeit dar, die Anforderungen an den baulichen Brandschutz zu erfüllen. Da lediglich eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten erreicht werden muss, fallen die erforderlichen Schichtdicken in der Regel deutlich geringer aus als bei höheren Feuerwiderstandsklassen.

Dadurch reduzieren sich sowohl der Materialeinsatz als auch die Verarbeitungszeiten. Gleichzeitig entfallen häufig aufwendige Unterkonstruktionen und Verkleidungen, die bei Brandschutzbekleidungen erforderlich wären. Besonders bei großen Stahlkonstruktionen in Industrie- und Gewerbebauten ergeben sich dadurch wirtschaftliche Vorteile.

Sichtbarer Stahl statt Bekleidung

Ein wesentlicher Vorteil von Brandschutzbeschichtungen besteht darin, dass die Stahlkonstruktion sichtbar bleibt. Während Brandschutzplatten oder Bekleidungssysteme Stahlträger und Stahlstützen vollständig verdecken, wird die Beschichtung direkt auf die Oberfläche des Bauteils aufgebracht.

Dadurch bleiben die charakteristischen Konturen der Stahlkonstruktion erhalten. Insbesondere bei modernen Bürogebäuden, Ausstellungsflächen, Produktionshallen oder architektonisch anspruchsvollen Bauwerken ermöglicht dies eine hochwertige und filigrane Optik. Die Stahlkonstruktion kann zudem farblich gestaltet und an das architektonische Gesamtkonzept angepasst werden.

Geringere Schichtdicken als F60 oder F90

Im Vergleich zu hochfeuerhemmenden Brandschutzbeschichtungen F60 / R60 oder feuerbeständigen Brandschutzbeschichtungen F90 / R90 sind bei einer Feuerwiderstandsklasse F30 / R30 deutlich geringere Schichtdicken erforderlich.

Während bei höheren Feuerwiderstandsklassen häufig mehrere Millimeter Dämmschichtbildner aufgetragen werden müssen, lassen sich die Anforderungen an eine F30-Beschichtung oftmals bereits mit vergleichsweise schlanken Schichtaufbauten erfüllen. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Material- und Verarbeitungskosten aus, sondern erleichtert auch die Ausführung an komplexen Stahlkonstruktionen und Detailanschlüssen.

Gerade bei Projekten, bei denen eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten ausreichend ist, stellt die Brandschutzbeschichtung F30 / R30 daher eine technisch ausgereifte und wirtschaftlich attraktive Lösung dar.

Ausführung von Brandschutzbeschichtungen F30 / R30

Die Wirksamkeit einer Brandschutzbeschichtung F30 / R30 hängt nicht nur vom eingesetzten Beschichtungssystem ab, sondern auch von einer fachgerechten Ausführung. Bereits bei der Planung müssen die Anforderungen des Projekts, die Einbausituation der Stahlbauteile sowie die späteren Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden. Je nach Bauablauf erfolgt die Beschichtung entweder im Werk, auf der Baustelle oder als Kombination aus beiden Verfahren.

Beschichtung im Werk

Bei Neubauprojekten werden Stahlbauteile häufig bereits im Werk mit einer Grundierung beziehungsweise einem Korrosionsschutz versehen. Unter kontrollierten Bedingungen können zudem erste Beschichtungsarbeiten ausgeführt werden. Dies ermöglicht eine hohe Ausführungsqualität und kann den Bauablauf auf der Baustelle beschleunigen.

Beschichtung auf der Baustelle

In vielen Projekten erfolgt die eigentliche Brandschutzbeschichtung nach der Montage der Stahlkonstruktion direkt auf der Baustelle. Dadurch können auch Anschlussbereiche und Montagedetails vollständig beschichtet werden. Insbesondere bei Bestandsgebäuden, Umbauten oder Sanierungsmaßnahmen ist die Baustellenbeschichtung häufig die wirtschaftlichste Lösung.

Qualitätskontrolle und Schichtdickenmessung

Eine Brandschutzbeschichtung erfüllt ihre Schutzwirkung nur dann, wenn die vorgegebenen Schichtdicken eingehalten werden. Aus diesem Grund werden die Beschichtungsarbeiten regelmäßig kontrolliert und dokumentiert. Mittels spezieller Schichtdickenmessgeräte überprüfen wir die erreichten Trockenschichtdicken und stellen sicher, dass die Anforderungen der jeweiligen Feuerwiderstandsklasse F30 / R30 zuverlässig erfüllt werden.

Messkamm für die Ermittlung der Nassschichtdicke einer Brandschutzbeschichtung
Brandschutzbeschichtung einer Stahlstütze in der Feuerwiderstandsklasse R30
Slide 1
Brandschutzbeschichtung R30
Wasserbasierende Brandschutzbeschichtung einer Stahlstuetze

Warum Zelenka Brandschutztechnik?

Brandschutzbeschichtungen sind weit mehr als das Auftragen einer Brandschutzfarbe auf ein Stahlbauteil. Bereits in der Planungsphase werden wichtige Entscheidungen getroffen, die sich unmittelbar auf die erforderlichen Schichtdicken, die Ausführungskosten und die Wirtschaftlichkeit eines Projekts auswirken. Als spezialisierter Fachbetrieb für Brandschutzbeschichtungen unterstützen wir unsere Kunden von der ersten Beratung bis zur abschließenden Dokumentation und Ausführung von intumeszierenden Brandschutzbeschichtungen. Dadurch werden Planungsfehler vermieden, Kosten gespart und die Bauzeit reduziert.

Erfahrung aus zahlreichen Projekten

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der brandschutztechnischen Beschichtung von Stahlbauteilen in Industrie-, Gewerbe- und Sonderbauten. Neben klassischen Hallen- und Verwaltungsgebäuden haben wir auch anspruchsvolle Projekte in der chemischen Industrie und im Anlagenbau realisiert, bei denen deutlich höhere Anforderungen an den Feuerwiderstand und die Ausführung gestellt werden. Diese Erfahrung ermöglicht es uns, auch komplexe Aufgabenstellungen sicher und wirtschaftlich umzusetzen.

Geschulte Mitarbeiter und moderne Airless-Technik

Die Verarbeitung von Brandschutzbeschichtungen erfordert Fachwissen, Erfahrung und die richtige Gerätetechnik. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und verfügen über umfangreiche Erfahrung bei der Applikation moderner Dämmschichtbildner. Mit leistungsstarken Airless-Anlagen und professioneller Messtechnik sind wir in der Lage, sowohl kleinere Bauvorhaben als auch großflächige Stahlkonstruktionen effizient und in hoher Qualität auszuführen.

Wirtschaftliche Planung durch U/A-Wert-Ermittlung

Ein wesentlicher Kostenfaktor bei Brandschutzbeschichtungen ist die erforderliche Schichtdicke. Diese wird maßgeblich durch den Profilfaktor (U/A-Wert), die Feuerwiderstandsklasse und die kritische Stahltemperatur beeinflusst. Auf Grundlage von Stahllisten und Ausführungsplänen ermitteln wir die relevanten U/A-Werte und vergleichen die technischen Möglichkeiten verschiedener Beschichtungssysteme.

Unser Ziel besteht nicht darin, irgendein Produkt einzusetzen, sondern die wirtschaftlichste Lösung für das jeweilige Projekt zu finden. Durch die Auswahl leistungsstarker Beschichtungssysteme mit möglichst geringen Schichtdicken lassen sich Materialverbrauch, Verarbeitungsaufwand und Projektkosten oftmals deutlich reduzieren.

Eigener U/A-Wert-Rechner und regionale Projekterfahrung

Als besondere Unterstützung für Planer, Stahlbauer und Verarbeiter stellen wir auf unserer Internetseite einen kostenlosen U/A-Wert-Rechner für Stahlbauteile zur Verfügung. Das Tool berücksichtigt unterschiedliche Profilarten und Einbausituationen und hilft dabei, den passenden Profilfaktor schnell und nachvollziehbar zu ermitteln.

Von unserem Standort in Hennigsdorf bei Berlin betreuen wir Projekte in Berlin, Brandenburg und darüber hinaus. Durch unsere regionale Präsenz, kurze Reaktionszeiten und langjährige Erfahrung im vorbeugenden baulichen Brandschutz sind wir ein zuverlässiger Ansprechpartner für Brandschutzbeschichtungen F30 / R30 – von der ersten Planung bis zur fachgerechten Ausführung.

FAQ | Fragen und Antworten

Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile werfen in der Praxis häufig Fragen zur Funktion, Ausführung und Feuerwiderstandsdauer auf. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Brandschutzbeschichtungen auf Stahlträgern, Stahlstützen und anderen tragenden Stahlkonstruktionen für Sie zusammengestellt.

Was ist der Unterschied zwischen F30 und R30?

Die Bezeichnungen F30 und R30 beschreiben beide eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten. F30 stammt aus den früheren nationalen Klassifizierungssystemen und wird im Sprachgebrauch bis heute häufig verwendet. Nach den heute gültigen europäischen Normen werden tragende Stahlbauteile hingegen mit der Feuerwiderstandsklasse R30 klassifiziert. Der Buchstabe „R“ steht dabei für die Tragfähigkeit des Bauteils im Brandfall. In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.

Wann wird eine Brandschutzbeschichtung F30 benötigt?

Eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 wird eingesetzt, wenn tragende Stahlbauteile im Brandfall ihre Tragfähigkeit für mindestens 30 Minuten aufrechterhalten müssen. Typische Einsatzbereiche sind Industriehallen, Gewerbebauten, Bürogebäude sowie Sonderbauten mit entsprechenden Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept. Ob eine Beschichtung erforderlich ist, ergibt sich aus den bauordnungsrechtlichen Vorgaben und den projektspezifischen Anforderungen an den Feuerwiderstand.

Wie dick ist eine Brandschutzbeschichtung F30?

Die erforderliche Schichtdicke hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschal angegeben werden. Entscheidend sind insbesondere der Profilfaktor (U/A-Wert), die kritische Stahltemperatur sowie die Einbausituation des Stahlbauteils. Bei offenen Stahlprofilen liegen die erforderlichen Trockenschichtdicken für eine Brandschutzbeschichtung F30 / R30 häufig zwischen etwa 300 µm und 1.300 µm. Geschlossene Profile wie Rundrohre oder Quadratrohre können je nach Profilfaktor auch höhere Schichtdicken erfordern.

Wie werden Brandschutzbeschichtungen verarbeitet?

Brandschutzbeschichtungen werden je nach Projekt entweder im Werk, auf der Baustelle oder als Kombination beider Verfahren aufgetragen. Die Verarbeitung erfolgt in mehreren Arbeitsschritten und umfasst in der Regel eine Grundierung, den eigentlichen Dämmschichtbildner sowie gegebenenfalls eine Deckbeschichtung. Für die Applikation kommen meist leistungsstarke Airless-Anlagen zum Einsatz, mit denen die erforderlichen Schichtdicken gleichmäßig und wirtschaftlich aufgebracht werden können.

Ist eine F30-Beschichtung günstiger als F60 oder F90?

In vielen Fällen ja. Da eine Brandschutzbeschichtung F30 lediglich einen Feuerwiderstand von 30 Minuten gewährleisten muss, sind die erforderlichen Schichtdicken häufig deutlich geringer als bei F60- oder F90-Beschichtungen. Dadurch reduzieren sich sowohl der Materialverbrauch als auch der Verarbeitungsaufwand. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch immer von der Größe der Stahlkonstruktion, dem Profilfaktor, der Zugänglichkeit der Bauteile und dem gewählten Beschichtungssystem ab.

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